

- 1. und letzter Satz
- Aktuelles
- Auf der Suche
- Autoren
- Awards
- Bibliothek
- Blog
- Buchhandlung
- Eure Beiträge
- Events
- Fragebogen
- Kapitel
- MachMit
- Manga
- Mangatainment
- Podcast
- Passwort
- Pulp
- Rätsel
- Rezensionen Buch
- Rezensionen Film
- Rezensionen Hörbuch
- Rezensionen Hörspiel
- Rund um Bücher
- Rezension Spiele
- Rund um Filme
- Statistik
- TV Tipp
- Umfrage
- Vorgemerkt
- Web
- Widmung
- Zerlegt
- Zitate

Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Pulp
Zurück aus den Tropen
Da ich gelegentlich auch einmal von Veranstaltungen erzähle - warum nicht auch von spannenden Zielen für einen Kurzurlaub innerhalb Deutschlands? Ihr werdet dieser Tage also erfahren, wo ich war und was ich erlebt habe. Zumal ich beim Surfen in den letzten Wochen - man will sich ja informieren und die Vorfreude steigern - fast nur negative Berichte gefunden habe. Und nichts davon ist wahr. Aber wem es gefällt - der schweigt meist. Nörgler dagegen werden gerne laut. Deswegen habe ich das Bedürfnis, ein kleines Gegengewicht zu schaffen. Und Euch vielleicht eine Anregung für den nächsten Urlaub zu bieten :-)
Drei Tage Wellness - das macht zwei Bücher. Eines davon war genial, denn durch Zufall haben sich meine Realität und die Fiktion des Buches überschnitten: im Buch MOTHS von Justin C Skylark gibt es Totenkopfschmetterlinge und Nachtfalter, teils mit Flügelspannweite bis 22 cm. Und eines der ersten Dinge, die ich am Zielort sah: das Exponat eines beeindruckenden Falters von rund 20 cm Spannweite. Dachte ich mir ein paar Stunden zuvor auf der Zugfahrt noch "ach, Quatsch, das ist doch viel zu groß, so große Falter gibt es doch gar nicht", wurde ich kurz darauf eines Besseren belehrt. Und als ich nachts im Dunkeln diesen Glaskasten passierte, da war mir schon ein wenig unheimlich ;-)
Auch dieses Buch natürlich in den nächsten Tagen. Aber jetzt werde ich erst einmal schlafen, um all die Eindrücke in meinem Kopf zu sortieren ...
SaraSalamander 16.05.2012, 21.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Uuuuuuurlaub
Ooh, und was ich alles vorhabe zu lesen! Das schaffe ich gar nicht alles in dieser kurzen Zeit. So etwa NEVERMORE von K Creagh, SCHWEIG STILL SÜßER MUND von J Clark, 110 - EIN BULLE HÖRT ZU von C J Gutenrath, KLEINE BETRIEBSSTÖRUNG von Ria Klug, FORGOTTEN von C Patrick, DER TOD IST EIN BLEIBENDER SCHADEN von E Colfer.
Besonders betonen möchte ich den SCHATTENSCHNITZER und TIMMY KENNT DEN WEIHNACHTSMANN sowie das STIRNHINTERZIMMER von Christian von Aster, MARTHA IM GEPÄCK von Ulrike Rylance, HÖRIG UND AUSGELIEFERT von A Hofmann, UNLAND von A Wagner und die zwei neuen Folgen von LADY BEDFORT vom Hörplanet.
Oh mann, ich wünschte, ich könnte meinen Urlaub gleich verdoppeln, vielleicht schaffe ich dann alles ;-)
SaraSalamander 11.05.2012, 19.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL
MontagMorgen
SaraSalamander 16.04.2012, 07.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Nähkästchen
Es ist ziemlich viel los, seit Dezember bin ich recht auf Arbeit eingespannt, und abends bleibt wenig Zeit. Diese nutze ich am liebsten mit einem entspannenden Film oder einem gemütlichen Spaziergang, gerne auch etwas Yoga oder ein langes Telefonat mit einer Freundin. Hauptsache das Hirn ein wenig ausschalten. Dass es direkt nach der Arbeit immer schon dunkel war, wirkte natürlich wenig motivierend.
Endlich aber wird es Frühling, und ich spüre, wie das Licht auch wieder Energie gibt. Da kann man abends dann auch gerne noch mal rausgehen, eine Runde mit dem Rad fahren. Bald werde ich mich auch wieder auf die Inliner wagen. Ich bin nicht mehr so träge, im Hellen arbeitet es sich einfach besser ;-)
In letzter Zeit habe ich sehr viel gelesen, gerade durch die eineinhalb Stunden Pendeln jeden Tag. Seit letzter Woche fahre ich mit dem Rad zur Arbeit. Das heißt, ich werde wieder weniger Bücher lesen, dafür aber ein paar mehr Audios hören. Ich bin selbst schon gespannt, wie sich dieses Jahr für mich entwickeln wird, es ist mein erster Frühling, mein erster Sommer hier am Fluss. Vielleicht werde ich viel mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sein. Oder vielleicht setze ich mich einfach auf eine Holzbank hier in der Nähe, lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen und lese. Es geht mir momentan einfach so richtig gut, und das genieße ich gerade, der Rest wird sich ergeben, ich lasse es auf mich zukommen. Ich bin rundum zufrieden. Es dürfte alles gerne ein paar Monate lang so bleiben, wie es gerade ist :-)
Was sonst noch so los ist? Ich habe viele liebe Menschen dank Internet wiedergefunden. Klar kann man nicht alles aufleben lassen, vorbei ist vorbei. Aber es gibt doch Menschen, die man aufgrund der Veränderungen im Leben aus den Augen verliert, und wo man auch nicht weiß, wie man sie wiederfinden soll. Dafür liebe ich das Internet!
Und dann die Wohnung, die wirklich toll ist, von der ich immer wieder schwärmen könnte, weil sie so perfekt auf meine Wohnbedürfnisse zugeschnitten ist, als wäre sie nur für mich gemacht.
Und ganz einfach die Tatsache, dass das Leben einfach mal läuft, ohne ständig einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Jaja, aus Steinen kann man Brücken bauen, und Hinernisse machen stärker. Aber zuviele Hindernisse auf Dauer sind entkräftend, zermürbend, und nach all den Jahren tut es gut, einfach mal gemütlich zu spazieren statt immer nur zu klettern und springen.
Der Körper spürt das natürlich auch. Seit Jahren mein erster Winter, den ich ganz ohne Erkältung überstanden habe. Trotz ein paar Pfunden zuviel *hüstel* bin ich so fit wie schon lange nicht mehr, und es geht mir blendend. Ohne Medikamente lebt es sich einfach angenehmer :-)
Ein bezogen auf Bücher, hier paar Ausblicke, was mich in den nächsten Wochen erwartet:
Vorgestern habe ich eine Lesung von >Andreas Altmann< besucht. Davon will ich Euch natürlich unbedingt erzählen, es war sehr spannend und bereichernd für mich.
Die nächsten Titel, die ich für Euch rezensiere, sind LINUS LINDBERGH (Kinderabenteuer) von Tobias Elsäßer, SCHRÖDINGER, DR LINDA UND DAS KÜHLHAUS (ein ungewöhnlicher Jugendroman) von Jan de Leeuw, THE WORLD GOD ONLY KNOWS (ein witziger Manga). Nachdem das Lufer-Haus so gut ankam, möchte ich kurz noch NIGHTLIFE vorstellen, ebenfalls ein Gruselhörspiel.
Wenn das Lesen klappt wie geplant (man weiß ja nie, welcher langersehnte Titel mir plötzlich in die Hände fällt oder welches angeforderte Buch ich dann doch nicht erhalte), dann lese ich demnächst: DAS KATZENKOMPLOTT von Katie Davies (witziges Kinderbuch), TOYBOY von >Irina Meerling<, STARTERS von Lissa Price, >PAINTING MARLENE< (Jugendroman) von Sabine Ludwig sowie einige humorvolle und erotische Mangas. Danach liegt noch so einiges auf der Halde, aber die Reihenfolge weiß ich noch nicht ganz. Geplant sind unter anderem noch
DAS SKRIPT (Thriller von A Strobel), DELIRIUM (romantische Jugenddystopie von L Oliver), DORIAN HUNTER (>Zaubermond< Hörspiel), ältere Hörspiele vom >HÖRPLANET<, SIGMUND FREUD (Hörspiel), VERBOTEN GUT (Erotik von >Inka Loreen Minden<), etwas vom >Marterpfahl-Verlag<, NACHTS IM ZOO von >Justin C Skylark<, ASH von Malindo Lo, etwas von >Ulrike Rylance<. Mal sehen, wie ich meine Vorsätze einhalten kann und was dazwischen kommt, aber diese Titel liegen mir als nächstes sehr am Herzen. Dazu natürlich noch ein paar Regionalkrimis und Mangas, aber die stehen schon so lange im Regal ... es gibt Phasen, da wird der SuB kleiner, und es gibt Phasen, da wächst er beständig an. Momentan wird er täglich scheinbar größer und größer ;-)
Aber bevor ich mir Stress mache - neeeee, die Sonne scheint. Und ich habe eine Woche Urlaub. Jetzt heißt es erstmal Frühjahrsputz (mit Hörspiel), Fahrradfahren, Sonne genießen, Inliner Fahren, Kochen und Backen, in die Sauna gehen, Kontakte pflegen und viel Zeit im Freien verbringen :-)
SaraSalamander 17.03.2012, 09.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Eigenständiges Denken
Fröhlichs Titel ist eine Art Tagebuch. Es ist keine Anleitung, es ist keine Verkörperung irgendeiner Lehre. Sondern einfach nur ihr Bericht: wie sie dazu kam, welche Probleme sie zu Beginn hatte, was ihr auffiel, warum sie weitermachte, was es bei ihr auslöste. Da finde ich es sowieso seltsam, ein Buch mit Sternchen zu bewerten. Ist ein Tagebuch schlecht? Gut, natürlich ist es aufbereitet als käufliches Produkt, aber dennoch beinhaltet es kein Wissen, keine Weisheit, kein unumstößliches Dogma, sondern einfach nur die Gedanken und Erlebnisse einer Person. Da gibt es Leute, die finden es negativ, dass die Autorin andere Erfahrungen schildert als sie selbst hatten. Oder sie stören sich daran, dass es immer wieder um das Thema Moppel ging, obwohl sie doch Erfahrungen über die gesundheitlichen und spirituellen Aspekte lesen wollten. Oder weil sie ein Lehrbuch erwarteten (woher nahmen sie diese Erwartung?) und nach der Lektüre immer noch nicht wissen, wie diese Yogastellung funktioniert. Manchmal frage ich mich, welchen Zweck Klappentexte erfüllen? Und ob die Leute vor dem Kauf eines Buches vielleicht mal im Buch blättern, was ja inzwischen auch im Internet möglich ist?
Ebenso Altmanns Erfahrungen. Nun ist Altmann ja eh eine Person, die die Gemüter spaltet. Toll, ehrlich, direkt, geradlinig und erfrischend finden ihn die einen. Arrogant, selbstherrlich und ungebildet finden ihn die anderen. Wer ihn nicht mag, kauft seine Bücher trotzdem und wundert sich dann, warum auch dieses ihm nicht gefällt. Und es gibt tatsächlich Leute, die seine Meditationserfahrungen kaufen und sich dann wundern, warum da keine Weisheiten drinstehen sondern nur Meinungen. Wäre Altmanns Buch ein Roman, dann gäbe ich Punktabzug, wenn der Protagonist sich nicht weiterentwickelt und am Ende trotz Meditation und seiner Suche immer noch mit leeren Händen dasteht. Aber sein Buch ist ein Erfahrungsbericht. Und wenn Leser finden, dass er trotz Meditation immer noch ein arroganter Einfaltspinsel ist - dann ist das eben seine Erfahrung, ja und?
Manchmal muss ich schmunzeln. Und ich denke, wenn man ein Buch liest, dann sollte man genau überlegen, was man da zur Hand nimmt. Eine Biographie muss nicht zwangsläufig ein Happy End haben. Ein Tagebuch darf auch gerne Einstellungen beinhalten, die meinen entgegenstehen. In einem Erlebnisbericht ist es nicht erforderlich, dass der Schreiberling danach ein neuer Mensch ist. Und in einem Erfahrungsbericht zum Thema XY darf ich nicht die Lehre des XY an sich erwarten.
Ich liebe Tagebücher und Erfahrungsberichte. Es ist eine spannende Sichtweise hinter die Stirn anderer Menschen. Und wenn sie andere Meinungen als ich vertreten, dann kann ich vielleicht daraus lernen. Oder aber meine eigene Meinung reflektieren und festigen. Ich kann es auch weglegen und sagen "was für ein Schrott, mit der Person mag ich nichts zu tun haben".
Was ich kürzlich in der Rezension >Psycho Shots< schrieb, möchte ich gerne auch auf andere Genres übertragen: ich wünsche mir selbstbewusste Leser. Leser, die fähig sind, ihre eigenen Werte zu hinterfragen. Die die Meinung eines Autors stehenlassen können und sie als das erkennen, was es ist: eine Meinung unter tausend anderen Meinungen. Doch in Zeiten des wachsenden Medienkonsums habe ich immer mehr das Gefühl, dass es viele Leser gibt, die das eigenständige Denken verlernt haben. Bücher, die anders sind, überfordern sie. Ich wünsche ihnen das Selbstvertrauen, beim Lesen den eigenen Kopf zu gebrauchen und immer zu differenzieren zwischen Fiktion, Erfahrungsbericht, Sachlichkeit und Meinungsmache. Und die Fähigkeit, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen für das eigene Vorankommen :-)
SaraSalamander 09.02.2012, 14.29 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Kleinkrieg zwischen Verlagen, Autoren, Lesern
Da verschwindet einfach mal ein TopSeller Produkt bei Amazon, weil es angeblich gegen die Richtlinien verstößt. Was nicht der Fall ist, aber irgendein Feigling hat es angeschwärzt. Der betreffende Autor verliert seinen Rang, muss das Buch neu einstellen und fragt sich natürlich auch, ob tatsächlich ein Regelverstoß vorlag und wie dies zukünftig zu vermeiden ist, Amazon lässt sich natürlich nicht in die Karten blicken, der Verräter wird nicht genannt. Der Schuldige? Vielleicht ein neidischer Kollege, der selbst gerne weiter oben in den Verkaufszahlen stünde. Oder eine stalkende Privatperson. Vielleicht auch ein Verlag, der sauer ist über die Gegenwehr eines unrecht behandelten Autoren. Ich schreibe hier bewusst sehr allgemein, aber ich rede von konkreten Situationen, und wer sich angesprochen fühlt, tut dies vermutlich zu Recht.
Ja, Verlage können Autoren ungerecht behandeln. Sie können zum Beispiel bei den Abrechnungen Dinge "vergessen". Sie können offene Pseudonyme einfach vergeben und damit dem Ruf des bekannten Autoren schaden. Sie können verdeckte Pseudonyme offenlegen und dadurch einem in anderen Genres schreibenden Autor schaden (weil er sich z.B. gegen eine unrechtmäßige Behandlung wehren wollte). Verlage können da sehr ungerecht sein, ich habe schon eine Menge gehört, das mir einfach die Sprache verschlug!
Dann gibt es da noch die Autoren, Lektoren und Rezensenten, die von Verlagen abgelehnt werden. Sie finden das ungerecht, denn dabei sind sie doch SO gut, warum will das niemand erkennen? Statt sich anzustrengen und besser zu werden, oder statt selbstbewusst einfach woanders anzufragen in dem Wissen, dass es mit einem so guten Titel bestimmt klappen muss, wird um sich geschlagen. Sei es durch Blogeinträge mit negativen Rezensionen zu Veröffentlichungen des entsprechenden Verlages oder Autors. Sei es durch Trollrezensionen bei Amazon. Oder auch durch Abwertung aller positiven Rezensionen anderer User auf Amazon.
Es gibt auch Autoren, die anderen den Erfolg nicht gönnen. Sie heizen andere Jungautoren an, eine bestimmte Person schlechtzumachen, indem sie gemeinsam Trollrezis schreiben, Gerüchte verbreiten, Rezensionen abwerten, und wer nicht mitmacht wird ebenfalls gemobbt. Es gibt Autoren, die sich zusammenschließen und in gefakten Blogs oder Facebookaccounts oder oder oder über andere herziehen, um gezielt Personen zu verleumden.
Dann gibt es da noch die Rezensionen bei Amazon, die sind auch so ein Thema für Feiglinge. Wer einem ungeliebten Autor schaden möchte, der schreibt Trollrezensionen. Manche so geschickt, dass sie aussehen wie reale Rezensionen, indem zum Beispiel Textstellen aus dem Zusammenhang gerissen und zitiert werden. Wer das Buch nicht kennt, der kann sich auch kein eigenes Urteil bilden, und immerhin klingt die Kritik sachlich und konkret, also kann sie ja nur ehrlich sein, oder? Alle positiven Rezensionen erhalten Kommentare a la "das waren mal wieder Freunde des Autors" und dazu ein paar "nicht hilfreich".
Eines finde ich absolut faszinierend: wenn ich eine Rezension bei Amazon einstelle, dann weiß ich mit sehr genauer Sicherheit, ob sie "hilfreich" oder "nicht hilfreich" sein wird. Es gibt Autoren, denen wohl einige Leute den Erfolg nicht gönnen. Wenn ich dort eine Rezension einstelle, dann dauert es nur wenige Minuten, bis ich sofort ein "nicht hilfreich" erhalte. Manchmal auch zwei oder drei. Ich wage zu behaupten, dass dies nicht an meiner Rezension liegt, sondern an dem Autor und seinen Neidern. Denn wären es Zufallsklicks, die meine Rezension tatsächlich nicht hilfreich finden, dann wäre es schon sehr erstaunlich, wenn ich die Rezension einige Wochen später lösche, kurz darauf neu einstelle und wenige Minuten später SOFORT erneut die exakt gleiche Anzahl "nicht hilfreich" habe wie davor, und zwar immer bei den gleichen Autoren. Auffälliger geht es ja nicht mehr!
Und dann sind da noch die Genres. Es gibt Genres, die bevorzugt von den Bloggern gelesen werden, die gerne Reziexemplare abgreifen und sich selbst auch in ihrem Rang bei Amazon pushen wollen (nein, ich schimpfe nicht gegen Litblogger, bewahre, wir sind alle in einem Boot. Aber es gibt überall schwarze Schafe. Die finden sich selten bei der Fachliteratur, den Biographien, Krimis, Thrillern oder Mangas, sondern bevorzugt im All-Age-Fantasy und Romance-Bereich). Wenn ich in einem solchen Genre ein aktuelles Buches rezensiere, dann kann ich recht gut "hellsehen". Und in der Tat: alle Rezensionen haben eine oder zwei "nicht hilfreich" (je nachdem, wieviele selbsternannten KriegerInnen es aktuell bei diesem Titel gibt), und sobald ich einstelle, dauert es nur wenige Stunden, schon ist mein Beitrag ebenfalls abgewertet. Ein Schelm, wer Böses denkt, wenn alle außer einer Rezension abgewertet wurden. Dass in diesem Fall nicht dem Autoren geschadet werden sollte, sondern einfach nur andere Rezensenten abgewertet, das erkennt man daran, dass bei späterer Neueinstellung nicht mehr abgewertet wird, da ist der Titel dann schon "um die Ecke", der eigene Rang schon etwas gefestigter. Wenn jemand dagegen dem Autor schaden möchte, wird das wesentlich genauer beobachtet und verfolgt und geschieht etwas systematischer, da wird auch noch Wochen und Monate später sofort geklickt, da wird akribisch überwacht.
Eigentlich wäre Amazon eine tolle Sache, man könnte Meinungen vergleichen und sich informieren. Aber inzwischen habe ich das Gefühl, dass es mehr Fakes gibt als Reale. Ob eine Meinung hilfreich ist, hängt nicht mehr von der Qualität der Rezension ab, sondern davon, ob der Klicker den Autor oder den Verlag mag oder davon, ob der Klicker selbst eine Rezension geschrieben hat und gerne im Rang aufsteigen möchte.
Wer bei Amazon eine Rezension liest und glaubt, er bekäme objektive Hinweise - MUHAHAHA! Übrigens, der Storch bringt kleine Kinder, ganz ehrlich!
Wer glaubt, ein Autor verdient eine Menge Geld, weil der Verlag ihm brav regelmässig all das ihm zustehende Geld ordnungsgemäß überweißt - LOOOOL und Schweine können fliegen!
Wer glaubt, eine bei Amazon hilfreiche Rezension sei tatsächlich hilfreich (oder umgekehrt) - der glaubt auch an den Weihnachtsmann!
Wer glaubt, Autoren seien erwachsene, kritikfähige Menschen ... und wer glaubt, Rezensenten seien objektive, vernünftige Personen - der sollte leider immer auch ein Auge auf die andere Seite haben.
Es gibt immer zwei Seiten. Verlage, Autoren, Blogger, Rezensenten. Es gibt Arschlöcher, Neidhammel, Feiglinge, Ignoranten und Dummköpfe. Aber es gibt auch Verlage, die sich intensiv mit ihren Kunden auseinandersetzen, den Autoren gute Bedingungen bieten und sich mächtig ins Zeug legen. Es gibt Autoren, die den Kontakt zu ihren Lesern suchen und Kritik als Anregung für ihr nächstes Werk betrachten, die anderen Kollegen den Erfolg gönnen und sich mit ihnen freuen, austauschen, gegenseitig anspornen. Und es gibt Blogger und Rezensenten, die sachlich bewerten, recherchieren, vor einer negativen Bewertung sich Gedanken machen über ihre Wortwahl und auch die Auswirkungen auf den Verlag und den Autor. Man kann einfach nicht alle über einen Kamm scheren.
Und warum ich diesen Beitrag schreibe?
Weil vier befreundete Autoren jeweils entweder unter einem unfairen Verlag leiden, einen neidischen Stalker haben oder durch unfaire Kollegen im Rang ihrer Werke gedrückt werden sollen. Weil ich selbst mich zwar nicht ärgere aber die lästigen Kindergarten - Spielereien der Rezensenten auf Amazon einfach nur lächerlich finde. Es ist eine Schande, wie auf dem Rücken Unbeteiligter solche Kriege ausgetragen werden! Was kann der abgewertete Rezensent dafür, wenn jemand den Autor nicht leiden kann? Was kann der Autor dafür, wenn der Verlag ihm Rechte unterschlägt? Was kann der Autor dafür, wenn jemand nach einer Absage dem Verlag schaden will und dafür die Neuerscheinung trollt und abwertet?
Ich frage mich, wie manche Feiglinge sich morgens in den Spiegel sehen könnten. Ich stelle mir vor, wie jemand vor dem Spiegel steht und sich denkt "HA, heute hab ich wieder 50 Rezensionen "nicht hilfreich" bewertet, ich bin ja soooo cool! Ich habe fünf Verlagen, die mich abgelehnt haben, so richtig eins reingewürgt mit meinen Rezensionen, HA!!! Und ich habe der Kollegin, die besser ist als ich, endlich mal den Tag versaut".
Mein Rang bei Amazon ist mir egal, es juckt mich nicht, wenn mich jemand als "nicht hilfreich" klickt. Denn ich denke, zwischen den Leuten, die nur auf Ranglisten und Sternebewertungen achten, gibt es auch Leser, die sich eine Rezension durchlesen. Der Blog ist weitgehend nur für mich, aber Amazon mache ich zu einem großen Teil auch für Autoren. Ich möchte deutsche Autoren fördern, ihnen unter die Arme greifen. Zwischen dem amerikanischen Mainstream finde ich es einfach gut, wenn sich auch Kleinverlage und junge deutsche Autoren hervortun. Und denen möchte ich an dieser Stelle einfach ein dickes DANKE sagen:
DANKE für die Mühe, die Ihr in Eure Bücher steckt, in die Kommunikation mit den Lesern. Für das Herzblut, die Recherche, die Arbeitszeit. Es wird immer Neider, Stalker und Trolle geben, nehmt Euch das nicht zu Herzen, sondern zieht Eure Kraft aus den Fans, die Eure Werke lieben und Euch ehrlich kritisieren, loben und Eure Werke kaufen :-)
****************
am 15.04.2012 ergänzt: ein interessanter >Beitrag der BZ< zum Thema Amazon und Rezensionen
SaraSalamander 04.02.2012, 17.52 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
Lesen mit dicken Handschuhen
Ein Buch lesen ist schwer. Aber mit dem Kindle sind auch dicke Handschuhe überhaupt kein Problem ;)
SaraSalamander 02.02.2012, 20.42 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
SONY NWZ E 464
Bin mal gespannt, wie er sich im Alltag bewähren wird. Ich habe im Prinzip wenig Anforderungen, aber diese dafür sehr speziell. Ich hoffe, dass das Geld gut angelegt war!
Was mich ein wenig verärgert: laut dem Verkäufer habe ich 12 Monate Garantie. Falls ich mich online bei Sony registriere, sind es dann 24 Monate Garantie. Dürfen die das? Na, da mache ich mich mal kundig, das kommt mir spanisch vor. Habe keine Lust, meine Adresse rauszurücken für ein Jahr Garantie, von dem ich dachte, dass es mir eigentlich zustünde ... aber erstmal gucken, was dahintersteckt.
Heute ohne Player kam ich mir schon sehr nackt vor. Die U-Bahn überfüllt, überall der Lärm um mich herum, kein Sitzplatz und im Stehen so eng aneinandergepresst, dass ich nicht mal ein Buch hervorholen konnte. Ja, da habe ich den Player schon arg vermisst. Auch bei dem 20minütigen Fußweg heimwärts wäre es nett gewesen, statt Autos eine spannende Geschichte zu hören.
Drückt mir die Daumen, dass ich morgen entspannt hören kann unterwegs!
SaraSalamander 23.01.2012, 21.11 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL
Wie bisher auf meine negative Kritik reagiert wurde
Meine Reaktion, wenn jemand auf mich zukommt: Meinungen kommen und gehen. Ich habe das Recht auf meine Meinung und bin gerne diskussionsbereit. Wer sich sachlich mit mir auseinandersetzt, mit dem diskutiere ich gerne, auch wenn die Meinungen grundverschieden sind, das ist spannend! Wer mich ungefragt öffentlich diffamiert, der darf das gerne tun, darf aber nicht damit rechnen, dass ich darauf reagiere, dafür ist mir meine Zeit zu schade. Wer mich privat anschreibt und mich aufs Übelste beschimpft und beleidigt, sollte ebenfalls nicht mit einer Reaktion rechnen, weil ich einfach genügend andere Dinge zu tun habe als auf persönliche Beleidung zu reagieren.
Ein Großteil meiner Erfahrungen war bisher positiv. Vielleicht liegt dies daran, dass ich nicht der klassischen Zielgruppe des Buchbloggers entspreche: >ein Artikel der FAZ< beschreibt diesen Typus sehr deutlich und abwertend. Doch auch, wenn ich diesem angefeindeten Typus nicht entspreche (weder in Alter, favorisiertem Genre, Beziehungsstatus noch dem Interesse an Schminken und Mode), empfinde ich solidarisch, kochte innerlich, als ich diesen Beitrag las. Auch, wenn die Mädels jünger sind, andere Bücher lesen und andere Hobbies haben - sind sie ebenso Bücherblogger, die ihre Leidenschaft mit anderen teilen wollen und Herzblut in die Sache legen. Schwarze Schafe gibt es überall, doch deswegen darf man nicht alle über einen Kamm scheren.
Aber nun zu konkreten Beispielen, wie einzelne Personen auf meine Kritik reagierten:
NEGATIVE KRITIK - POSITIVE REAKTION
Als ich eine negative Kritik über ein Buch schrieb, bekam ich ein Mail von einem anderen Autor. Dieser sagte, es hätte ihm gefallen, wie ich sachlich jenes Buch beschrieben hätte. Obwohl meine Kritik über dieses Buch negativ ausfiel, würde er sich freuen, wenn ich sein Buch ebenfalls lese, denn er wolle keine Lobreden, keine Verrisse, er möchte eine ehrliche Meinung. Ob ich sein Buch gerne lesen würde und dann den Lesern erzähle, was mir daran gefällt und was nicht. Ich las das Buch, ich war begeistert, aber ich habe auch ein paar Dinge kritisiert. Darüber hat sich ein sehr netter Kontakt entwickelt, in welchem er mir auch die Hintergründe der von mir als negativ empfundenen Dinge beschrieb, sodass ich sogar nachvollziehen konnte, warum es mir zwar nicht gefiel aber er es genau so haben wollte. Dadurch wurde das Buch für mich sehr wertvoll und ist bis heute mein Lieblingswerk des Genres.
NEUTRALE KRITIK - BITTERBÖSE REAKTION
Auf einer Onlineseite wurde eine Kurzgeschichte vorgestellt, es wurde um Meinungen gebeten. Es wurde nicht gesagt, wer die Geschichte geschrieben hatte und unter welchen Bedingungen. Ich schrieb meine Meinung. Diese bestand darin, dass die Geschichte an sich nett sei, ich das Ende jedoch etwas allgemein fände und es schön gefunden hätte, wenn man nicht auf die klassische Auflösung (es war alles nur ein Traum) zurückgegriffen hätte. Ein paar Tage später stieß ich auf einen Blogbeitrag: eine Bloggerin ließ sich bitterböse darüber aus, wie ich es wagen konnte! Sie sei Hobbyschreiberin und würde einen Kurs besuchen, dabei sei diese Geschichte als eines ihrer ersten Werke entstanden, sie hätte einen befreundeten Blogger gebeten, seine Leser um die Meinung zu dieser Geschichte zu bitten (was er ja tat, wenn auch ohne den Hintergrund der Geschichte zu beleuchten). Und wie ich mir anmaßen könne, ihre Geschichte als schlecht zu bezeichnen, was ich mir einbilde und für wen ich mich bitteschön halte! Ob ich wirklich glaube, nur weil ich gerne und viel lese, sei ich befähigt, ihr Kunstwerk qualifziert zu analysieren.
(Kleine Anmerkung: die Internetseite, auf der diese Geschichte veröffentlicht wurde, meide ich seit einigen Jahren. Weil sich dort bevorzugt Leser tummeln, die alles toll finden, was der Autor von sich gibt. Wer ihm nicht nach dem Mund redet, wird von seinen Fans sehr schnell zerfleischt. Viele treue Leser und Freunde hat der Autor sich nach und nach vergrault, immer mehr Gutmenschen und Mitläufer fanden den Weg zu ihm, und nun sonnt er sich in den Lobeshymnen seiner Fans)
NEGATIVE KRITK - POSITIVE REAKTION
Eine Autorin schrieb mich an, ob ich ein Buch von ihr rezensieren möchte. Während des Lesens schrieb ich ihr meine Eindrücke, die teilweise positiv waren aber auch Kritik an manchen sprachlichen Dingen einbezogen. Wir tauschten uns lange aus. Sie "gestand" mir, dass sie mich angeschrieben hat, weil sie gesehen hat, dass ihr Buch eigentlich nicht wirklich meinem Beutschema entspricht. Sie wollte sich dieser Kritik stellen, weil sie gespannt war, ob sie es schaffen könnte, auch mich zu überzeugen. Das ist ihr gelungen. Natürlich wusste ich das anfangs nicht.
Der Grund, warum ich das Buch trotzdem las, obwohl es ein Genre ist, um das ich eher einen Bogen mache: ich hatte mir ein Buch unter ihrem Realnamen gekauft, das mich begeistert hatte. Sie schrieb mich an, da das andere Buch unter Pseudonym erschien. Dadurch wurde ich natürlich aufmerksam auf eine gute Autorin, deren Buch ich unter anderen Umständen niemals in die Hände bekommen hätte. Ein weiteres Buch von ihr habe ich neutral bewertet, da es handwerklich hervorragend geschrieben war, mir jedoch inhaltlich nicht unbedingt zusagte. Aber sie wollte ehrliche Kritik, und die bekam sie, auch wenn ich eben nicht gerade begeistert war von dem anderen Buch. Trotzdem können wir uns immer noch gut leiden ;-
NEUTRALE KRITIK - POSITIVE REAKTION
Ein Autor sprach mich an, ob ich ein Buch rezensieren könnte. Verlag und Cover sprachen mich nicht wirklich an, aber das Thema klang interessant. Ich sagte von Beginn an, dass ich keine Gefälligkeitsrezensionen schreibe, falls es mir nicht gefällt. Das war für ihn in Ordnung. Also las ich das Buch. Es gab Punktabzug bei Amazon, da musste er schlucken, weil einige böse Rezensenten bereits das Buch böse getrollt hatten und für Einbruch in den Verkaufszahlen gesorgt hatten. Er bat mich höflich, das Buch vielleicht nur im Blog vorzustellen, nicht jedoch bei Amazon. Als er dann aber die Rezension im Blog sah, war er trotz der einzelnen Kritikpunkte begeistert. Denn ich schrieb sachlich, was mich störte. Andere Leser konnten also für sich entscheiden, ob sie das auch stört, oder ob dies etwas ist, das ihnen gefällt (der eine liebt es eben maximal und gewaltig, der andere eben subtil. Das ist absolut okay). Diese Rezension bekam bei Amazon sehr viele "hilfreich" - Klicks und hat einige Troll-Rezensionen ausgleichen können. Und das, obwohl ich keine volle Punktzahl gab.
NEUTRALE KRITIK - NEGATIVE REAKTION
Ein Buch fiel mir in die Hände, das inhaltlich etwas anderes versprach, als es dann bot. Zugegeben, das ist einige Jahre her, damals hatte ich noch keinen so guten Überblick über Psuedonyme, Verlage und Genres. Heute könnte ich das besser einordnen. Ich denke jedoch, dass es die Aufgabe des Verlages ist, ein Buch korrekt zu vermarkten, sodass auch die richtige Zielgruppe angesprochen wird. Ich habe das Buch in einer großen Community rezensiert. Dabei blieb ich sachlich und beschrieb, für welche Zielgruppe das Buch ideal sei und wem ich es sofort in die Hand drücken würde. Aber ich erkärte auch, warum es mir selbst nicht gefallen hatte und was meinen Erwartungen widersprochen hatte.
Daraufhin bekam ich ein mehrseitiges böses Schreiben der Verlegerin. Sie warf mir vor, ich hätte bildlich gesprochen einen Kinderkrimi wie TKKG unter der Voraussetzung eines Hardcorethrillers wie Jack Ketchum rezensiert und dem Verlag sehr geschadet, ich solle doch bitte nur die Bücher lesen, von denen ich etwas verstehe. Außerdem sei das Buch ein Bestseller, stünde somit jeglich jenseits negativer Kritik und würde beweisen, dass meine Kritikpunkte gar nicht stimmen, 100 positive Rezensenten hätten Recht, und ich einer negative Rezensent sei eben unqualifiziert und hätte keine Ahnung. Und wenn ich schon Hardcore lese, dann könne ich ja das nächste Buch des Verlages lesen, der befasse sich nämlich dann mit dem, was ich eigentlich wolle. Ich antwortete auf dieses Schreiben, dass ich doch sachlich geschildert hätte, warum es mir nicht gefiel, und dass ich auch positiv angesprochen hätte, welche Zielgruppe das Buch begeistert lesen würde.
Ich schrieb, warum ich das Buch falsch eingeordnet hatte und was der Verlag in meinen Augen bei der Vermarktung falschgemacht hatte. Und ich bot an, das nächste Buch gerne unter neuen Voraussetzungen zu lesen. Es kam keine Antwort mehr. Das nächste Buch kaufte ich mir, las es also unter der von der Verlegerin genannten Voraussetzung und musste lachen: es war zwar nun angekündigt als härtere Kost, war aber quasi immer noch TKKG, auch wenn ausnahmsweise mal ein paar Tröpfchen Blut geflossen waren. Ich glaube, der Verlag hat sich gewaltig überschätzt und möchte in einem Genre mitmischen, wo er eigentlich nichts zu suchen hat. Seitdem mache ich einen Bogen um die Autorin und den Verlag.
SEHR NEGATIVE KRITK - SEHR POSITIVE REAKTION
Über eine Community erhielt ich ein Buch zur Rezension. Das Thema klang spitze, das Buch hatte schon sehr viele positive Bewertungen, ich freute mich sehr. Ich hätte wohl besser die Leseprobe vorher lesen sollen statt mich auf die positiven Bewertungen zu verlassen. Aber aus Fehlern lernt man. Denn bereits der erste Absatz schreckte mich gewaltig ab. Und es wurde nicht besser. Sprachlich war das Buch sowas von überhaupt nicht mein Fall, dass ich es normalerweise nach einer halben Seite sofort beiseite gelegt hätte. Ich schrieb die Community an, dass die Rezension SEHR negativ würde, und ob ausnahmsweise auf eine Rezension verzichten könne. Nein, ich solle bitte schreiben, das sei so abgemacht. Und ich hätte das Recht auf eine negative Meinung, ich dürfe gerne negativ kritisieren. Das tat ich, nannte sehr viele Textbeispiele und ließ kaum ein gutes Haar an dem Buch. Sachlich, aber trotzdem sehr negativ.
Der Autor bedankte sich in meinem Blog für die Rezension für die Geduld, die ich für das Lesen aufbrachte. Und merkte schmunzelnd an, dass dies in der Tat sein Stil sei und man Freund dieser Art des Beschreibens sein müsse. Daraufhin entstand ein sehr netter Mailkontakt über mehrere Tage, in denen wir über Reaktion auf negative Kritik, seinen Schreibstil und das Schreiben an sich diskutierten. Ich fand den Autor äußerst sympathisch. Wo ich zu Beginn offen gesagt Bammel hatte (das war das erste Mal, dass ich lieber auf eine Rezi verzichtet hätte), war es am Ende eine sehr bereichernde Erfahrung für mich. Und eine negative Kritik, die dem Autor aber nicht geschadet hat. Im Gegenteil, seine souveräne Reaktion hat ein tolles Licht auf ihn geworfen!
NEGATIVE KRITIK - SEHR POSITIVE REAKTION
Mir fiel ein Buch in die Hände, das inhaltlich absolut top klang. Neuer Noname-Autor, warum nicht einmal etwas riskieren. Auch hier war ich so dumm (im Nachhinein: zum Glück), die Leseprobe außer Acht zu lassen. Ich las das Buch. Einerseits konnte ich nicht aufhören, weil der Inhalt toll war, weil die Erzählweise sehr originell und mitreißend war. Aber die Sprache, die Grammatik, die Fehler, ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen! So ein Erzähltalent! Und so viele Fehler, der Autor tat mir leid. Ich beschloss, das Buch unter den Tisch fallen zu lassen, schließlich muss ich ja nicht alles rezensieren. Aber dann schrieb der Autor mich an! Er war über die Neuzugänge im Blog darauf gestoßen, dass ich sein Buch lesen wollte. Ob ich es schon gelesen hatte? Wie es mir gefiel? Auweia!!! HILFE!!! Gaaaanz vorsichtig tastete ich mich heran, ich will ja niemanden verletzen. Aber ich will auch nicht etwas schönreden. Was sollte ich tun?!?!? Ich blieb sachlich aber SEHR direkt! Zitterte schon vor der Reaktion.
Aber die Reaktion war top. Um es kurzzufassen: seit über einem Jahr habe ich engen Kontakt zum Autor, auch privat tauschen mein Partner und ich uns mit ihm aus, ich sehe in ihm inzwischen einen Freund. Ich habe für den Autor ein paar Seiten lektoriert, ihm Sachbücher zum Thema Schreibstil vorgeschlagen, und seitdem arbeitet er beständig an seinem Werk. Er sieht nun inzwischen selbst, woran er unbedingt arbeiten muss. Wir diskutieren über das, was "NoGo" ist und über das, was "sein eigener Stil" ist (der meinem ja nicht zusagen muss). Inzwischen hat er neue Texte geschrieben, die sprachlich weit besser sind und seinen originellen Stil hervorragend zur Geltung bringen. Er gibt nicht auf, er arbeitet an sich. Wenn er im Netz negative Kritik findet, dann gelingt es ihm, herauszufiltern, woran er noch arbeiten muss. Und er zieht das Positive daran heraus (denn der Inhalt und Stil sind toll, das gefällt den Lesern, das sprechen sie auch an), es baut ihn auf. Klar zieht bitterböse Kritik ihn auch schon mal runter. Aber inzwischen sieht er ein, warum diese Dinge kritisiert wurden. Vor ihm ziehe ich meinen Hut! Er ist verdammt eifrig, er gibt nicht auf, er beweist Kritikfähigkeit, wie ich sie zuvor noch nie erlebt habe!
SaraSalamander 23.01.2012, 17.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Tipps für Hörbuch-geeignete MP3-Player erbeten
Für Musik werde ich den Ipod weiterhin verwenden, ich finde ihn toll. Aber für Hörbücher ist es einfach ungünstig auf Dauer. Deswegen möchte ich mir ein Zweitgerät speziell für Hörbücher und Hörspiele zulegen.
Habt Ihr Tipps? Meine Anforderungen:
- ein großes Display zum Navigieren
- das Gerät sollte als externes Laufwerk arbeiten
- das Gerät sollte keine zusätzliche Software benötigen
- mindestens 15 GB
- Preisklasse bis 150 Euro
- nach Möglichkeit eine Lesezeichenfunktion (bei Hörbüchern wichtig)
SaraSalamander 21.01.2012, 14.49 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

ø pro Tag: 0,8
Kommentare: 2413
ø pro Eintrag: 1,1
Online seit dem: 21.04.2005
in Tagen: 2583








