SaschaSalamander
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Scharfe Krallen

mouette_krallen_150_1.jpgFelicia arbeitet in einem Heim für Wildkatzen, und die Gelder für die Einrichtung sind knapp. Eine wichtige Wohltätigkeitsveranstaltung soll geplant werden, um weitere Spenden für den Erhalt der Station zu sammeln. Da taucht zu allem Überfluss auch noch Gabe auf, der alles inspizieren und Mängel aufdecken soll. Und zeitgleich beginnen Sabotageakte, welche die Katzen gefährden, das Gebäude zerstören, die anstehenden Feierlichkeiten verderben und das Heim ruinieren sollen. Felicia und ihre Kollegen versuchen alles, den Übeltäter ausfindig zu machen, und Gabe hilft. Aber ist er ein Freund, oder ist womöglich er derjenige, der notfalls mit unlauteren Tricks das "Shelter" schließen soll? Warum muss Felicia sich gerade in ihn verlieben, sie hat doch schon genug Probleme! Aber die Gefühle brodeln, der Körper verlangt nach Erfüllung, und der Leser erhofft und erhält jede Menge heißer Szenen ...

Was hier schon auffällt: wow, klingt nach einer wirklich interessanten Handlung. Und das ist es auch. Einer der wenigen erotischen Romane, die mich alleine schon wegen des Geschehens "drumrum" rasch weiterlesen ließen. Den Leser erwartet selbstverständlich kein hochkomplexer Krimi, aber man wird rasch in den Ablauf der Ereignisse hineingezogen. Man ist stiller Mitwisser, der auch hinter die Kulissen blickt. So wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven geschildert, so etwa der Felicias, Gabes, der Chefin des Katzenheimes, einer Spenderin, eines jungen Mitarbeiters sowie einige mehr. Dies führt nicht wie häufig in anderen Romanen zu anfänglichen Verwirrungen, sondern ist ein geeigneter Schachzug der Autorin, das Buch mit ein wenig Humor zu würzen. Denn so macht sich natürlich ein Charakter seine Gedanken über die anderen Beteiligten, und es ist einfach witzig zu lesen, wiesehr sich Realität und Vermutung manchmal widersprechen oder wie nahe sie doch beieinander liegen. Ja, so wäre es im realen Leben manchmal recht nett: zu gerne wüsste man, wer hinter der biederen älteren Dame steckt, und ob die eigene Chefin tatsächlich so knochentrocken und kontrollsüchtig ist, wie man sich insgeheim denkt ...

Die Erotik kommt trotz der Handlung nicht zu kurz, im Gegenteil. Von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuss. Die Sprache ist dem Genre und Inhalt angemessen, ohne den Lesefluss zu stören, und es gibt jede Menge Abwechslung für Liebhaber unterschiedlicher Phantasien. So gibt es mehrfach eine Menage a trois zwischen den Kollegen, auch zwei Frauen kommen gemeinsam auf ihre Kosten, gewöhnlicher Sex zwischen zwei attraktiven Partnern darf nicht fehlen, und eine der Damen praktiziert im stillen Kämmerlein ein wenig Dominanz an ihrem Sklaven und zieht ohne das Wissen der anderen die Fäden über Wohl und Wehe der Einrichtung. Von allem etwas, ohne dass es unausgegoren oder halbherzig wirkt, dadurch hat dieser Roman mich sehr begeistert.

Doch, wer mal einen erotischen Roman genießen möchte, ist bei "scharfe Krallen" absolut richtig! Genau die perfekte Mischung aus Handlung und Lust, eine ordentliche Portion Witz und ein guter Lesefluss. Alles, was es für eine anregende Unterhaltung braucht ...

SaschaSalamander 13.08.2008, 10.17

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