SaschaSalamander
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Ausgewählter Beitrag

Roverandom

CoverBei J. R. R. Tolkien denken alle sofort an den "Herr der Ringe", sogar Weniglesern ist er spätestens seit dessen Verfilmung bekannt. Aber was er außerdem noch geschrieben hat, weiß kaum jemand. So hat er in Mittelerde nicht nur die große Trilogie und den kleinen Hobbit angesiedelt, sondern auch das Silmarillion und einige anderen Werke Und dann sind da noch ein paar nette Kinderbücher, wie etwa "Roverandom".

Rover ist ein kleiner weißer Hund mit schwarzen Flecken. Er ist ganz schön frech. So frech, dass er sogar den großen Magier Ataxerxes einfach ins Bein beißt und dessen Hose dabei zerreißt! Zur Strafe verwandelt Ataxerxes ihn in ein Kinderspielzeug, ganz klein. Ein Spielzeughund, kaum größer als eine Hand, der Männchen macht. Er wird von einer Mutter als Geschenk für ihren Sohn gekauft, aber bald verliert ihn der Junge versehentlich am Strand. Dort trifft Rover den Sandmagier Psamathos, der ihn zwar nicht zurückverwandeln kann, weil das Ärger mit dem Magier Ataxerxes gäbe, der ihm aber helfen möchte. Und so erlebt Rover viele Abenteuer auf dem Mond und unter Wasser, bevor er endlich erlöst werden kann.

Ich hatte "Roverandom" als Hörspiel und war währenddessen wie verzaubert. Eine Geschichte, die einfach schön ist, für Erwachsene wie auch für Kinder. Rover ist wirklich ein liebenswerter kleiner Kerl, wie eben junge, freche Hunde so sind. Er stellt so allerhand Unsinn an, und er trifft natürlich auch auf andere Hunde, mit denen er sich anfreundet.

Das Buch ist nicht geschrieben wie eine Erzählung, sondern ist im Stil eines allwissenden Geschichtenerzählers gehalten. Er bringt Andeutungen auf kommende Ereignisse, und er wirft einzelne Dinge ein oder hält sie bewusst zurück. "Das dauerte nur etwa so lange, wie ich brauche, um Euch diese Geschichte hier zu erzählen" oder "ich habe Euch ja vorhin bereits erzählt, dass der weiße Drache sehr gefährlich war, und jetzt werdet ihr erfahren, was es mit diesem Drachen auf sich hat"sind in etwa Sätze, wie sie häufig vorkommen. Ich mag so etwas, das hat so etwas Persönliches. Ein fahrender Erzähler auf dem Marktplatz, der das Publikum mit seiner Geschichte verzaubert.

Einfach nur schön.
Ein Kinderbuch, das leider viel zu wenig bekannt ist.

SaschaSalamander 12.05.2006, 10.32

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