SaschaSalamander

Ausgewählter Beitrag

Namen über Namen

Ich wüsste gerne mal Eure Meinung, wie das bei Euch mit den Namen in Büchern ist! Aber erstmal der Reihe nach:

Aktuell höre ich gerade OSTFRIESENANGST, den aktuellen Krimi von Klaus-Peter Wolf. Ich mag seine Stimme sehr. Aber wenn man nebenbei arbeitet oder unterwegs von anderen Dingen abgelenkt wird, passiert es leicht, dass sie angenehm im Ohr plätschert und man vieles versäumt. Ich habe die erste CD gehört und musste feststellen, dass ich sehr viel verpasst habe. Also höre ich die komplette CD noch einmal. Und weil ich beim ersten Hören Probleme mit den Namen hatte, habe ich jetzt angefangen, mir die Namen und ihre Funktion zu notieren. Halleluja! Der erste Track dauert gerade einmal 5,50 min, und schon tauchen neun (N-E-U-N!!!) verschiedene Namen auf!

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich habe ein Problem mit sowas! Ist kein Manko, denn wenn viele Charaktere in die Handlung gehören, ist das so, dann ist das mein Problem und kein Fehler des Autors. Aber ich gebe zu, dass ich wirklich zu kämpfen habe. Denn im Laufe der Handlung kommen noch viele weitere Charaktere hinzu. Ohne eine Auflistung der Personen bin ich wirklich aufgeschmissen und kapiere gar nichts!

Wie geht es Euch, wenn so viele Leute auftauchen?

Und wie geht es Euch, wenn manchmal Personen ähnliche Namen tragen? Z.B. Markus und Marko, John und Jason und Jonas, Mike und Michael, Sabine und Sandra, Hanna und Anne

SaschaSalamander 22.03.2012, 15.11

Kommentare hinzufügen

Die Kommentare werden redaktionell verwaltet und erscheinen erst nach Freischalten durch den Bloginhaber.



Kommentare zu diesem Beitrag

3. von The Duchess

Also, ich fand's schon schlimm, wobei es da so ein paar generelle Regeln zu geben scheint. Mr X sind immer der Vater und der älteste Sohn bzw. der Erbe, weitere Söhne werden mit Vornamen benannt. Mrs X ist die Dame des Hauses, die älteste Tochter Miss X, die weiteren mit Vornamen benannt. Wenn nun die älteste heiratet und Mrs Y wird, rückt die nächste Tochter als Miss X nach. Ansonsten hilft kurz aufschreiben, was für Charaktere vorkommen und wie sie genannt werden. Ehrlich. :lol:
Empfehlen kann ich Austen aber prinzipiell schon, wenn man ausblenden kann, daß es eben eine andere Zeit ist. Passiv-holier-than-thou-Fanny in Mansfield Park ging mir trotzdem enorm auf den Zeiger, Lizzie aus Pride and Prejudice ist glaube ich für zeitgenössische Leser mit frauenrechtspositiver Grundeinstellung zugänglicher. In Sense and Sensibility legt Austen sogar der jüngsten Schwester, die im Kindesalter ist, sehr gesellschaftskritische Worte in den Mund, als die sich wünscht, sie wäre ein Junge, weil sie dann die Familie ernähren und die Ehre ihrer Schwester rächen könnte.

Stimmt, ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks - für mich persönlich hätten es in HP einfach ein bißchen weniger wiederkehrende Namen und ein bißchen mehr neue Namen interessanter gemacht, aber ich habe ja sowieso noch ganz andere unglückliche Punkte mit dieser Reihe... ^^

vom 17.12.2012, 00.39
Antwort von SaschaSalamander:

Ja, so ein Dramatis Personae schreibe ich mir auch oft. Es gibt Autoren, wo ich das immer mache, z.b. Klaus-Peter Wolf. Und dann kommt es vor, dass ich ein Buch lese und nach einigen Seiten merke, dass es auch sinnvoll wäre. Dann fange ich nochmal an und schreibe alles genau auf, zuletzt war das bei "ein plötzlicher Todesfall" von Rowling. Herrjeh, pro Seite wurden etwa zwei neue Leute vorgestellt, das war Wahnsinn!

Mh, unabhängig von der Zeit und Frauenrechten und Co - ich habe allgemein ein Problem mit klassischer "Frauenliteratur". Frauen schreiben anders als Männer, und ich freunde mich nicht so wirklich mit typisch "weiblichen" Büchern an, ob Püppchen oder emanzipierte Frau. Aber das ist "PP", wie man so schön sagt, "Persönliches Pech", da kann keine der Autorinnen was dafür, ob nun Bronte oder Austen und Co damals oder Wood, Roberts, Lark, Zimmer-Bradley, Gier und Co in der Neuzeit.

Na, auf die "unglücklichen Punkte" bin ich jetzt neugierig, aber ich schätze, das würde ausufern, ist ein langes Thema. Ich stehe bei HP nicht bei den Gegnern, nicht bei den Fans. Sondern bei denen, die das Buch lasen und sowohl Stärken als auch Schwächen darin sahen. Gut genug, dass es im Regal steht, aber nicht gut genug für ein "boah, das ist das Nonplusultra, niemals wieder wird jemand so was Geniales schreiben können" ...

2. von The Duchess

Ich betreibe mal fiese Blogpostnekromantie... Ich habe dieses Namensproblem ganz häufig bei Jane Austen. Lieber Himmel! Da heißen ja alle gleich. Welche Mrs oder Ms Bertram ist jetzt wieder gemeint, war das nun Mary oder Maria, um welche Ms Bennet geht es gerade... Und da soll einer hinterherkommen!

Andererseits kenne ich aber auch das Problem, daß *zu wenig* Namen vorkommen. Das hat mich an Harry Potter sehr gestört, da wird einerseits diese Schule als opulentes Gigantismusbauwerk beschrieben, andererseits kommen aber immer nur die gleichen maximal zehn anderen Schüler vor, wenn überhaupt. Das hat in meinem Kopf einfach nicht zusammengepasst. Wiedererkennungswert und Übersichtlichkeit sind eine Sache, in sich stimmiger Hintergrund eine andere.

vom 15.12.2012, 10.01
Antwort von SaschaSalamander:

au ja, hol die Toten aus der Versenkung, in Blogs mag ich das ;)

bei Jane Austen ist das auch so schlimm? Wollte immer mal was von ihr lesen aber drück mich immer davor (weil es nicht so meine Welt ist, aber man es schon gelesen haben sollte). Was ich jetzt höre, macht es nicht gerade leichter für mich, mich zu überwinden ...

Bei Potter fand ich das gar nicht so extrem. Okay, klar, es gibt hunderte von Schülern, aber es kamen für meinen Geschmack eigentlich ausreichend vor. Wurden ja auch von anderen Häusern und Jahrgängen beschrieben, dazu die ganzen Namen der Lehrer, Verwandten, Zauberer, Politiker, da hatte ich schon manchmal zu knabbern ...

aber das ist halt alles ganz eigenes Empfinden, für den einen so, den anderen so ;-)

1. von Kerstin

Ich kann Dich gut verstehen - mir gehts genauso! Hat man bei einem Buch noch die Namen vor Augen und kann sie nachlesen, tut man sich bei einem Hörbuch bedeutend schwerer. Und wenn Namen nicht eingängig sind, prägnant und stimmig, dann tu ich mir umso schwerer.
Ich kann bei einem Hörbuch auch nichts nebenher machen was Köpfchen erfordert, wie z. B. arbeiten *gg* Da bekomm ich gar nichts mit, verschenkte Zeit ;-) Beim Putzen oder Kochen ist es hingegen ideal, da macht sich die Arbeit fast von allein :lol:
Grausam war es beim Lesen von "Das Lied von Eis und Feuer" - ohne Anhang ist man da aufgeschmissen, bei zigHundert beteiligten Personen - aber das ist ja eher selten sonst der Fall ;-)
LG Kerstin

vom 22.03.2012, 15.28
Antwort von SaschaSalamander:

ja, das "Geschrieben vor sich sehen" ist wichtig. Sobald ich den Namen dann einmal notiert habe, weiß ich auch wieder, wer das ist. Aber wenn ich den Namen nur höre, und schon spricht die CD weiter, dann flutscht der einfach so an mir vorbei ...

arbeiten neben dem Hörbuch oder andere Dinge kann ich auch nicht. Gibt ja Leute, die TV, Hörbuch etc zu allem laufen haben, das kann ich nicht. Ich will mich auf eine Sache konzentrieren. Gut, wenn man es spirituell achtsam angeht, dann ist Kochen und Hörbuch oder Putzen und Hörbuch auch nicht wirklich konzentriert, aber damit kann ich leben, denn wenn ich ein Staubkörnchen übersehe, dann liegt es da halt ...

ich kann aber während der Arbeit z.B. im Büro auch kein Radio hören, wie es viele tun *grusel* ...

Einträge ges.: 3540
ø pro Tag: 0,7
Kommentare: 2749
ø pro Eintrag: 0,8
Online seit dem: 21.04.2005
in Tagen: 5350
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3