SaschaSalamander

Ausgewählter Beitrag

Dein und mein Geheimnis

morinaga_geheimnis_1.jpgMomentan habe ich noch nicht allzu viele aktuelle Titel vorbereitet. Tat gut, die Feiertage einfach zu genießen. zu lesen ohne darüber zu schreiben. Auf Dauer wäre das nichts für mich, aber mal ein paar Wochen Auszeit, das ist auch ganz nett. Deswegen hier mal wieder eine frühere Rezension, diesmal allerdings schon vom Februar 2011 :-)

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Akira ist ruhig und sanft. Er ist verliebt in Nanako. Diese ist eigentlich total süß, wenn da nicht ihre ungewöhnliche Art wäre. Sie ist ein Rüpel, so gar nicht mädchenhaft und ziemlich draufgängerisch. NIemand kann so recht verstehen, was Akira an ihr findet. Als Nanako krank ist, bringt Akira ihr die Hausaufgaben und platzt mitten in ein Experiment, das durch seine Anwesenheit dann auch noch schiefgeht. Ergebnis: der Junge landet in dem Körper des Mädchens und umgekehrt. Dummerweise hat Nanako in ihrem Wutanfall die Maschine zerstört, und der Großvater hat aktuell weder Zeit noch Geld, sie zu reparieren. So kommt es, dass die beiden ihre Körper getauscht haben und nun den Alltag in Schule und Familie meistern müssen. Es geht alles drunter und drüber: der Junge war schon immer recht mädchenhaft, und nun kann er es so richtig ausleben, auch wenn es ihm natürlich peinlich ist und er verschämt überlegt, was er tun kann, um die Situation rückgängig zu machen. Und Nanako im Körper des Jungen kann sich endlich richtig austoben, sie wird beliebt, cool, alle sind stolz auf den Jungen, der langsam wohl endlich vom Weichei zum richtigen Mann wird.

Ja, der Manga gefällt mir. Ganz klassisches GenderBender, wie man es in westlichen Medien viel zu selten findet. Warum müssen es immer die Japaner sein, die solche eigentlich naheliegenden Themen mal ernst, mal dramatisch, mal witzig behandeln?

DEIN UND MEIN GEHEIMNIS ist eine Komödie. Nanako ist recht burschikos, und es ist einfach witzig, wie sie mit der Situation umgeht. Ihr erster Weg, nachdem sie realisiert hat, was passiert ist: unbedingt auf Toilette gehen und mit einem ganz breiten Grinsen zurückkommen. Akira dagegen geht es wesentlich dezenter an, er wagt es gar nicht, sich im Spiegel zu betrachten. Auch beim Sportunterricht ist es spannend: Mädchen haben ihre Tage, und nicht immer können sie am Turnen teilnehmen. Sie dagegen in seinem Körper hat jede Menge Fun, als sie endlich die Kraft dafür hat, beim Basketball hoch zu springen und SlamDunks in den Korb zu befördern.

Pro: Bekannter Plot, der super umgesetzt wurde mit viel Situationskomig und pfiffigen Zeichnungen.

Contra: ich habe die Befürchtung, dass es sich in zu vielen Bänden ziemlich totlaufen wird.

Fazit: einfach reinlesen und sehen, ob es gefällt. Ich kann den Manga nur empfehlen, aber er ist halt recht speziell ;-)

SaschaSalamander 11.01.2013, 08.52

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