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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Rund um Bücher

Porterville

Ich bin absolut begeistert! Endlich eine Weiterführung des >DARKSIDE PARK<. Was PORTERVILLE mit dem DARKSIDE PARK gemeinsam hat: "Projektleiter" (ich nenne ihn mal so) ist wieder Ivar Leon Menger, und verschiedene Autoren tragen in einzelnen Geschichten ihren Teil zum Gesamtwerk bei. Es wird mehrere Episoden geben, die jede für sich eine eigene Story erzählen, insgesamt jedoch ein Gesamtbild ergeben.

Kann man PORTERVILLE auch ohne Kenntnis des DARKSIDE PARK lesen? Ich kann es nicht beurteilen, aber ich denke schon. Natürlich stellen sich bereits in der ersten Folge sehr viele Fragen. Aber das gehört zur Serie dazu, genau das macht den Reiz aus: in jeder Episode erhält der Leser kleine Puzzlestücke, bis sich am Ende ein vollständiges Bild ergibt. Und daher denke ich, dass man gut bei PORTERVILLE einsteigen kann, ohne den DARKSIDE PARK zu kennen. Aber ich wette, wer PORTERVILLE mag, wird gar nicht anders können als süchtig nach dem Vorgänger zu greifen ...

Es tauchen wieder einige Personen auf, deren Schicksale miteinander verknüpft sind. Man muss nicht wissen, wer Martin Prey, Hudson, Douglas Benchley oder Sarah Freeman sind, um die Handlung um Emily, Jeffrey, Jonathan, Sato und Co zu verstehen. Aber es ist eine riesige Freude, wenn man den bekannten Namen wieder begegnet und einige Anspielungen auf vorherige Geschichten deuten kann.

Soviel jedenfalls nun mein erster Eindruck nach dem Lesen der ersten drei Geschichten. Ausführliche Rezensionen werden selbstverständlich folgen.

SaraSalamander 21.02.2013, 14.25 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kostenlose Downloads

Ich habe ja die Angewohnheit, regelmässig in der Statistik zu posten, wenn ich bei Amazon oder anderwo günstig ein Ebook oder ein Hörbuch ergattert habe. Das werde ich zukünftig einstellen, denn inzwischen gibt es überall im Web so viele Gratisangebote, dass man gar nicht mehr hinterherkommt. Es fällt immer schwerer, das überhaupt alles zu lesen, auf dem Laufenden zu bleiben und vor allem schon vorab zu selektieren.

Kurzgeschichten, Ebooks, Hörspiele, Hörbücher, als Lockangebote in Shops und sogar auf haufenweise Schnäppchenblogs zu finden.

Normalerweise dient meine Statistik auch dazu, mir selbst und den Lesern schon mal ein bisschen "den Mund wässrig zu machen" auf das, was im Blog demnächst womöglich kommen könnte. Aber wenn es zuviel und unüberschaubar wird, lohnt sich das nicht mehr. Wenn ich günstige Titel im Web finde, die es mir wert erscheinen darüber zu berichten, werde ich das tun. Aber zukünftig im Nachhinein, nicht mehr im Voraus ...

Gratis ist ja auch toll, klar. Aber langsam habe ich das Gefühl, dass es nicht mehr darum geht, Lesern ein Geschenk zu machen, natürlich auch hier und da mal Kunden zu werben oder auf sich aufmerksam zu machen. Sondern inzwischen habe ich manchmal den Eindruck, dass es fast schon "zum guten Ton" der ganzen Neulinge gehört, sich erstmal auf diesem Weg in die Bestsellerlisten der Kindle-Riege zu bringen. Manchmal gelingt es, manchmal nicht. Manche haben es verdient, manche nicht.

Statt Leser neugierig zu machen auf mehr, führt es häufig einfach nur dazu, dass man verführt ist, nur noch einen Titel nach dem anderen abzugreifen. Eine Mentalität, die ich gar nicht mag (wobei ich nicht behaupten will, dass ich besser bin. auch ich sage bei einem interessanten "gratis" natürlich nicht nein. Aber wann ich das alles jemals lesen und hören werde, steht auf einem anderen Blatt). Autoren werden unter Billig-Zugzwang gesetzt, Leser wollen alles immer günstiger, gute Titel gehen zwischen den Ramschangeboten verloren.

Und vor allem: ich liebe Unterhaltung, ABER ich liebe Literatur. Und immer mehr scheint mir, dass "billig" nicht nur der Preis ist. Ich möchte in meinem Blog gute Autoren unterstützen, keine Billigheimer.

Was nicht heißt, dass ich mich über einige der Angebote nicht freue. Etwa die ersten Teile einer Reihe, um auf diese Weise Leser neugierig zu machen. Oder von einem Verlag, der bald etwas Neues herausbringt, ältere Titel für kurze Zeit verschenken (und natürlich auf diese Weise ins Gespräch kommt, warum auch nicht). Und ja, natürlich ist es auch schön, wenn ein junger Autor auf diesem Weg zu ein wenig Bekanntheit gelangt, die er verdient hat. Es ist wirklich schwer - wer hat das Recht zu urteilen über Schund und Kunst? Wer hat das Recht zu sagen, wer die Aufmerksamkeit wert ist und wer nicht?

Aber ich wünschte, Amazon, Beam und Co würden das ein wenig kontrollieren ... (nach welchen Kriterien? Fragt mich nicht. In diesem Fall kann ich wirklich nur meckern, aber keine Vorschläge zur Besserung bringen. Habt Ihr Vorschläge?)

SaraSalamander 29.01.2013, 08.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Autorenwünsche vs Verlag

Von Tomas de Torres ist im Dezember ein neues Buch erschienen, auf das ich mich bald stürzen werde: GEFANGEN IM SEX-VERLIES. >Hier< sein Blogbeitrag über die Veröffentlichung. (Cover poste ich nicht, ihr ahnt warum)

Sein Wunschtitel wäre ja DER ALBTRÄUMER gewesen. Schade, hat nicht geklappt. Das sind halt die Gesetze des Marktes. Torres schreibt spannende Thriller, die es mit anderen guten Thrillern von Handlung und Niveau aufnehmen können. Aber es enthält eben auch explizite Erotik der härteren Gangart. Ebenso die Titel >SKLAVENJAGD< und >DAS GEHEIMNIS DER SKLAVIN<, beides spannende Thriller mit Hirn und Verstand, fernab von billiger Einhandliteratur.

Man geht wohl davon aus, dass seine Fans die Bücher kaufen, ob es nun ALBTRÄUMER oder SEX-VERLIES heißt. Und neue Kunden - gewinnt man eben durch Sex. Sex sells, und deswegen ist auf dem Cover ein 0815 Motiv einer geknebelten, angeleinten Frau mit großen Brüsten zu sehen. Auch, wenn das Bild mit dem Inhalt des Buches nicht wirklich irgend etwas zu tun hat.

Etwas, das ich schon von vielen Erotik-Autoren erfahren habe. Ich verstehe die Autoren, die nicht einfach nur auf billigen Porno reduziert werden wollen. Und ich verstehe die Verlage, die eben die Verkäufe mit solchen Covern und Titeln steigern (was ja Verlag UND Autor zugute kommt). Und ich gestehe - ich fühle mich auf Seite der Autoren. Denn auch ich als intelligenter Leser fühle mich vom Verlag reduziert und respektlos behandelt, weil ich als Leser einfach in einen Topf geworfen werde. Ich würde mir wünschen, dass die Verlage ihre Leser respektieren, indem sie die Handlung der Romane hervorheben und betonen, dass es sich um einen erotischen Thriller handelt. Das ist nämlich ein Unterschied ...

SaraSalamander 18.01.2013, 18.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Usher Grey - Angebot für Vorbesteller

>USHER GREY< habe ich Euch hier bereits vorgestellt. Aber nicht jeder hat einen Ebook Reader. Außerdem ist Ebook zwar nett auf Reisen, aber zu Hause auf dem Sofa ist ein Buch einfach schöner. Außerdem macht Ushers Konterfei sich einfach schick im Regal. Deswegen habe ich nach dem ersten Band ungeduldig gewartet auf die Ankündigung des Taschenbuches.

Der Kuriositätenjäger hat eine *hüstel* recht aktive Libido, und die passende Chemie ist ihm wichtiger als die Unterteilung in Männlein, Weiblein, Mensch, Dämon oder sonstige Kategorien. Auch ist er verschiedenen Spielarten nicht abgeneigt und immer offen für Neues. Seine Fans können sich also gefasst machen auf einen erotischen Leckerbissen abseits der gängigen Norm.

Seine Schöpferin >Nicole Henser< hat USHER außerdem zum Leben erweckt, und es ist witzig, sein Treiben im Web zu beobachten: er hat Ka von Happy End Bücher bei einem >Interview< den Kopf verdreht und tummelt sich gerne auf >Facebook<. Dort kommentiert er bei seinen Freunden, beantwortet Fragen an ihn auf seiner Chronik und postet Bilder seiner liebsten Hotties.

Am 15. Dezember wird sein erstes Taschenbuch erscheinen, das alle bisherigen Ebooks enthält. Und er wäre nicht USHER, wenn er nicht ein verlockendes Angebot für seine Fans machen würde. Schreibt ihm einfach eine Nachricht auf Facebook, er freut sich auf Euch ...

Für 14,75 Euro erhält man ein Taschenbuch mit Widmung und einer exklusiven Postkarte. Also, wer noch immer keine Weihnachtsgeschenke beisammen hat - Usher kann es nicht erwarten, Euer Fest zu versüßen ;-)


SaraSalamander 02.12.2012, 08.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Verlockende Versuchungen

Vorstellen muss ich >VERLOCKENDE VERSUCHUNGEN< wohl nicht mehr. Sowohl die inzwischen vergriffene Erstausgabe wie auch das später erschienene und leicht überarbeitete Ebook habe ich Euch präsentiert. Und nun ist es endlich auch wieder als Taschenbuch erhältlich. Warum ich es trotzdem kurz vorstelle, obwohl ich schon zweimal darüber geschrieben habe?

Weil es über CREATESPACE verlegt wurde. Das Taschenbuch erschien 2009 erstmalig im UBooks Verlag. Im Juni 2012 hat Inka Loreen Minden selbst es als Ebook publiziert für unschlagbare 4 Euro. Verlage mögen ihre Gründe haben für die hohen Ebook-Preise, aber ich werde dennoch niemals ein Ebook kaufen, das fast den gleichen Betrag kostet wie ein Printmedium.  Aber mal ehrlich - 4 Euro für ein komplettes Ebook, das ist wirklich günstig, und da greife ich gerne in die Tasche. Und Minden hat schnell verstanden, wie der Buchmarkt funktioniert, sie bietet ihren Lesern in kleinen Häppchen appettitliche Geschichten zu günstigen Preisen, veröffentlicht hier mal eine Kurzgeschichte, dort einen Mehrteiler, für 99 Cent oder zwei, drei Euro muss der Leser einfach zugreifen.

Und wer im Regal sammeln möchte oder keinen Reader hat, der bekommt etwas später dann das Taschenbuch, etwa die Kurzgeschichtensammlung >LUSTPUNKTE< oder das  in drei Teilen veröffentlichte >BEIM ERSTEN SONNENSTRAHL<.

Minden nutzt die Möglichkeiten des Internets, sie ist eine der ersten, wenn sich neue Wege zur Veröffentlichung bieten. Nun das Besondere an VERLOCKENDE VERSUCHUNGEN: seit Kurzem bietet Amazon die Möglichkeit, Bücher über deren Eigenverlag "Createspace" zu publizieren. Und natürlich hat sie das sofort ausprobiert. Mit dem Ergebnis, das Fans nun in den Händen halten:

8,99 Euro für ein Taschenbuch von 154 Seiten ist für den Leser ein super Preis (den Kleinverlage leider nicht halten können, trotzdem halte ich meinen Favoriten weiterhin die Treue und zahle gern ein paar Euro mehr). Die Farben des Covers sind strahlend und klar, der Umschlag ist aus recht fester Pappe. Sogar mit kleiner Einkerbung längs neben dem Buchrücken, sodass man das Buch problemlos öffnen kann ohne dadurch das Cover oder den Buchrücken mit Leseknicken zu beschädigen (sorry, mir fehlt leider der Fachbegriff hierfür, für Infos bin ich dankbar). Das Papier wirkt von guter Qualität.

Auch etwas, wofür mir der Fachbegriff fehlt: viele Verlage haben über dem Cover eine hauchdünne Folie, die sich leider schnell ablöst, wenn man z.B. beim Lesen den Daumen immer an einer Stelle hält oder wenn die Ecke leicht bestupst werden. Hier scheint das nicht der Fall, ich habe extra ein wenig an den Ecken und Kanten gepittelt, aber nichts hat sich gelöst, also auch hier ein dicker Pluspunkt von mir.

Ich bin wirklich zufrieden mit der Qualität des neuen Buches und bin mal gespannt, wie Createspace sich weiterentwickeln wird. Den Verlagen wird es wohl ein Dorn im Auge sein, aber für private Veröffentlichungen bieten sich da neue Möglichkeiten ...

>Hier< gibt es einen interessanten Bericht über die Nutzung von Createspace.

SaraSalamander 30.08.2012, 16.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Nürnberger Literatur

hellinger_feuergott_1.jpgEs gibt so viele Bücher, die in und um Nürnberg spielen. Viele Krimis habe ich schon gelesen, und einige stehen noch in meinem Regal. Da gibt es Krimis (vor allem von Ars Vivendi), historische Romane (insbesondere Kathrin Lange), Kinderbücher (die Oscar-Reihe), ja sogar einen Erotikroman mit Nürnberger Schauplatz habe ich gelesen!

Da gibt es Literatur ÜBER Nürnberg, teils auch von Leuten, die noch niemals zuvor auch nur einen Fuß in die Stadt gesetzt haben. Und von Leuten, die lange hier lebten und die Stadt lieben. Bisher habe ich den Unterschied recht schnell erkannt. Wer Nürnberg im Herzen trägt, der schreibt doch etwas anders als ein Fremder ;-)

Sascha André Michael, Sigrun Arenz, Ewald Arenz, Veit Bronnenmeyer, Tessa Korber, Jan Beinßen, Dirk Kruse, "Lena Bloom", Claudia Frieser, um nur ein paar Autoren zu nennen, die sich mit bekannten Romanen um unsere schöne Region verdient machen.

Und dann gibt es Bücher von Nürnberger Autoren, die aber nicht zwangsläufig hier in der Region spielen, ja sogar Fantasyromane wie die von Alexander Gronau.

Ich kenne ein paar Verlage und Autoren aus der Region. Am bekanntesten dürfte wohl der TESSLOFF-Verlag sein, der auch die WAS-IST-WAS - Reihe veröffentlicht hat.

Aber alle kann man gar nicht kennen. Und so freue ich mich immer wieder, wenn ich auf etwas Neues stoße. In diesem Fall der >"art & words"< - Verlag. Ist sogar gar nicht so weit von mir, ein Katzensprung mit dem Fahrrad entfernt. Umso mehr bin ich jetzt natürlich gespannt, was mich da mit FEUERGOTT erwarten wird! Sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich meine Eindrücke natürlich mit Euch teilen ;-)

SaraSalamander 14.01.2012, 17.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vorfreude

Hier und da blättere ich in den Verlagsvorschauen oder erfahre von geplanten Projekten. Und wenn ich schon einen Rückblick gemacht habe, dann habe ich heute auch Lust auf eine Vorschau. Hier ein Titel, auf die ich mich im neuen Jahr ganz besonders freue, bunt gemixt in Genre und Autor :-)

Mehrere Titel von David Füleki (div)
einfach genial, wahnsinnig und durchgeknallt *muahaha*

Wie ein Flügelschlag (J Wilke) (Januar)
klingt wieder sehr spannend :-)

Das Skript (A Strobel) (Januar)
klingt wieder nach genialem Mindfuck, wie ich ihn liebe

Retrum (F Miralles) (Januar)
klingt hochspannend *hibbel*

Freaks Squeele (F Maudoux) (Februar)
wurde oft genug verschoben, dürfte langsam endlich einmal erscheinen

Blutflucht (I L Minden) (Februar)
ein neues von Inka, mehr muss ich nicht wissen um es zu lesen ;-)

Die Traumfrau (R Azume) (Februar)
"Nana und Kaoru" gefällt mir sehr, hoffe auf eine neue tolle Serie

Ewig Dein (D Glattauer) (Februar)
das Hörbuch mit Andrea Sawatzki, mmmmh ...

Rebellen der Ewigkeit (G Rübenstrunk) (Februar)
Rübenstrunk soll klasse sein, auf dieses hier bin ich sehr gespannt

Fünf (U Poznanski) (Februar)
Geocaching mal anders ;-)

Sex, Sünde und Zen (B Warner) (März)
Brad Warner hat klasse Bücher. Religion muss nicht immer heilig sein

Eine ewige Sekunde (C Bäumerich) (März)
schon der erste Manga "Snowflake" hatte mir sehr gefallen

Ostfriesenangst (K-P Wolf)
ob für Kinder oder Erwachsene, er schreibt einfach klasse

Mein böses Herz (W Dorn) (Februar)
ein Autor, bei dem ich immer gerne auf Neuerscheinungen achte

Elbenthal-Saga (I Pala) (März)
Urban Fantasy, bin schon sehr gespannt darauf

G.E.N. Bloods 02 - Verhängnisvoll (K Felsing) (April)

Numbers 3 (R Ward) (Mai)
Teil 1 und 2 waren schon klasse, hoffe der dritte ebenso

Sterbenswort (S Langer) (Juli)
bin gespannt, ob es wieder so spannend wird wie "Vater, Mutter, Tod"

Ihr unschuldiges Herz (R Hagen) (September)
ein Krimi, den ich kaum erwarten kann

Wächterschwingen 01 (I L Minden) (September)
auch hier: einfach nur Inka :-)

SaraSalamander 02.01.2012, 16.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Trailer Eisfeuer

                             

SaraSalamander 12.11.2011, 16.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Hunde der Welt

Da ich Hunde schon immer geliebt habe, konnte ich bei >BloggDeinBuch< nicht an dem Titel >HUNDE DER WELT< aus dem >Ulmer-Verlag< vorbeigehen. Schon das Cover machte mich neugierig auf den Inhalt. Ich zitiere ausnahmsweise den Klapptentext, da ich bei diesem Bildband keine klassische Inhaltsangabe machen kann wie bei einem Roman.

Seit Jahrtausenden lebt der Hund mit dem Menschen. Er folgte ihm in die entlegensten Winkel der Erde und eignete sich die unterschiedlichsten Fähigkeiten an. Dieser Bildband unternimmt einen Streifzug rund um die Welt und spürt dabei beeindruckende Hunderassen auf. Sloughis in Marokko zum Beispiel, edle Windhunde, die einst Beduinen auf der Falkenjagd begleiteten. Oder Hütehunde in Tibet, die seit je die Nomaden und ihre Herden beschützen.

Das Buch zeigt das Wesen der jeweiligen Rasse und ihre oft exotische Umgebung: die karge Landschaft der Lofoten, wo Lundehunde in den Klippen jagen genauso wie den Dschungel von Papua Neuguinea, wo Dingos um die Dörfer streunen. Nach der Lektüre dieser Reportagen weiß man, dass die enge Bindung zwischen Hund und Mensch ein weltweites Phänomen ist - auch wenn sie sich auf sehr verschiedene Weise äußert.


FOTOS

Das wichtigste bei einem Bildband sind natürlich die Bilder. Ich hatte offen gesagt mit weniger Text gerechnet, war aber umso erfreuter, als ich sah, dass sehr viele Informationen über die einzelnen Hunderassen zu finden sind. Dennoch stehen die Bilder für sich und benötigen im Grunde keiner Worte.

Als ich das Buch aufschlug, sah ich nicht nur Hunde, sondern eine Menge Landschaft, Mensch und Tier, was in mir das Fernweh weckte: ein Zelt in der Tundra Sibiriens, wo eine Mutter und ihr Sohn den Alltag verbringen. Ein prachtvoller Treppenaufgang zu einem Anwesen in Marokko. Eine DoppelseiteLandschaft mit Hütten, Flusslauf und viel Grün in Papua-Neuguinea. Eine Reiterin, welche mit ihrem Pferd über ein Hindernis springt. Ein vollgestopfter Lebensmittelladen in Vietnam. Portraits eines Einwohners des entsprechenden Landes. Spielende Kinder. Weite, Meer, Wüste, Nashörner, Pferde, Rentiere, Schafe. Mal mit, mal ohne Hund.

Den Großteil allerdings machen natürlich die Hunde aus, die entsprechenden Bilder ohne Hunde allerdings zeigen einen Ausschnitt des Alltagslebens und vermitteln einen sehr guten Eindruck davon, wo und wie die Tiere in dem entsprechenden Land leben, mit welchen natürlichen Gegebenheiten sie umgehen müssen, etwa auf einem Baumhaus in West-Papua oder auf den kargen Klippen auf den Lofoten.

Die Fotos sind wunderschön eingefangen, ich könnte mich in dem Buch verlieren, seit ich es habe, blättere ich täglich darin und freue mich an den hübschen Motiven. Die Bilder sind sehr emotional und dürften wohl das Herz eines jeden Hundefreundes höher schlagen lassen. Mal sieht man die Hunde bei der Arbeit in Aktion, mal in der Gruppe gemeinsam beim Tollen, ein andermal mit dem geliebten Menschen, oder auch einfach lässig zwischen einer Menschenansammlung ohne direkten Bezug. Aber, wie gesagt, sie wecken das Fernweh, man sollte gerade nicht zu wehmütig gelaunt sein, wenn man durch die Seiten blättert, sonst verstärkt es das nur (wie mir an diesem Tag leider geschehen, denn die Bilder gehen zumindest für mein Empfinden tatsächlich sehr nahe, sie drücken sehr viel aus und berühren auch ohne Worte).


BERICHTE

Die Berichte sind sehr interessant zu lesen. Ich empfinde HUNDE DER WELT allerdings nicht als "Buch", das ich "lese", sondern ich blättere eher darin. Und wenn mich aktuell ein Bild anspricht, dann lese ich den zugehörigen Text und freue mich über das, was ich neu erfahren habe. Ich genieße das Buch in kleinen Happen, immer wieder.

Ein einzelnes Kapitel ist ungefähr 10 Seiten lang, bestehend aus sehr vielen Bildern und rund dreiseitigen begleitenden Text. Hierin wird die Historie der Hunderassen beschrieben (welchen Zweck erfüllte er damals, welche Geschichten erzählt man sich über ihn) und anschließend die aktuelle Situation (welchen Stellenwert hat er für den Menschen, wie lebt er, welche Aufgaben erfüllt er).

Die Informationen sind sehr unterschiedlich und interessant. Es ist für mich sehr faszinierend, mal einen Blick über den westeuropäischen Tellerrand zu werfen, wo man Hunde als reine Haustiere hält, maximal als Arbeit bekannt für Schafherden, Drogensuche, Katastrophenschutz oder für die Jagd. So bewachen die Hunde in Middle Island zum Beispiel Kolonien von Pinguinen. Lundehunde auf den Lofoten machen Jagd auf Papageientaucher und sind dabei auf den Klippen so kletterfähig wie Gämsen, haben sogar sechs Zehen! In Neuguinea leben die Hunde ganz selbstverständlich zwischen den Menschen, haben jedoch keine Besitzer, sondern sie sind einfach Teil der Gesellschaft. In Marokko gelten Hunde als Unrein, doch eine Rasse, der Sloughi, gilt als edles Tier und genießt einen hohen Status in der Gesellschaft. Und so erfährt man viele kleine spannende Details teils über bekannte Rassen wie den Bernhardiner, Border Collies oder die Welsh Corgies, aber auch über eher bei uns unbekannte Rassen wie den Phu-Quoc-Hund, den Do Khyi, Koochis, Kangals oder andere.

Im Anschluss an die einzelnen Kapitel findet sich ein Anhang, wo die einzelnen Rassen auf fünf Seiten noch einmal knapp zusammengefasst werden.


FAZIT

Ein wunderschöner Bildband, der weniger als Fachbuch über einzelne Rassen gedacht ist sondern vielmehr ein Gefühl beim Leser wecken soll für das Miteinander von Mensch und Hund in anderen Ländern. Es hebt die besonderen Fähigkeiten einzelner Rassen hervor und vermittelt dadurch einen Eindruck von der Vielfalt des Hundes. Die Bilder fangen sehr lebendig den Charakter der einzelnen Tiere ein und berühren den Leser. Ein Buch, das neben einigen ähnlichen Bildbänden einen kleinen Ehrenplatz in meinem Regal bekommt, damit ich immer wieder darin blättern kann. Volle Punktzahl für ein wirklich gelungenes Werk :-)


SaraSalamander 17.08.2011, 09.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Gedanken rund um erotische Literatur

In letzter Zeit lese ich ja häufiger Erotik, von Gay über Soft über Hardcore. Ich schreibe positive Rezensionen darüber, und die Meinungen sind geteilt. Es sprechen mich Leute darauf an, die es ähnlich sehen und die genauso wie ich begeistert sind. Und es sprechen mich auch Leute an, die fragen, ob ich das Buch wirklich gut fand.

Ja, wenn ich ein Buch lobe, finde ich es gut. Gefälligkeit ist nicht mein Ding - schenk mir ´n Reziexemplar, ich werd es schon irgendwie anpreisen. Nein, absolut nicht, was mir gefällt, lobe ich, was mir nicht gefällt wird entweder konstruktiv beschrieben oder aber gar nicht rezensiert.

Zwischen den Zeilen höre ich heraus "die Sprache ist doch unter Niveau" oder "der Inhalt ist doch plattes Klischee". Naja, ich denke, Erwartungen sind eine Sache, die andere ist dann auch der Unterhaltungswert. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die behaupten immer nur schick Essen zu gehen. Ja, manchmal geh ich zu McDonalds und freu mich über einen Hamburger. Mir ist klar, dass der Koch im französischen Restaurant über andere Qualifikationen verfügt, aber ich will eben in dem Moment kein Fünfgängemenu, sondern ich will einen unterhaltsamen, erotischen Roman, bei dem ich nicht groß denken muss, der mir gefällt und der leichtverdaulich ist. Bei aller Liebe zu der hohen Kunst, aber Rilke und Heinrich Mann sind einfach nicht erregend, und manchmal mag ich es erregend und heiß statt hochtrabend literarisch.

Ich steh dazu. Und ich bin froh, dass es auf dieser Welt nicht nur Tolstoj, Benn , Kafka, Goethe, Borchert und Böll gibt. Ich liebe gute Literatur. Aber ich liebe auch Unterhaltung. Wenn ich mich nach der Arbeit entspanne, lese ich ganz sicher nicht die Schachtelsätze eines Thomas Mann oder das komplette Kapitel nur über die französische Kanalisation bei Hugo (sosehr ich Mann und Hugo als große Schriftsteller verehre).

Und ein anderes Thema, das ab und zu angesprochen wird, gerade weil ich ja auch härtere Romane lese: "ja, das ist ja nicht mal freiwillig". Ja, in der Tat, es kommt vor, dass auch SM-Thriller über das Ziel hinausschießen. Aber zum einen gibt es den Metakonsens (das heißt, jemand gibt die Einwilligung "Du darfst tun, was Du willst, auch wenn es mir nicht gefällt"). Und zum anderen ist es ein Buch. Ein Buch ist Kopfkino. Ein Buch unterhält mich. Wenn ich die Realität möchte, dann gehe ich ins Schlafzimmer und lebe sie dort aus. Bücher liebe ich deswegen, weil Dinge geschehen, die in der Realität nicht möglich sind.

Eines finde ich erstaunlich: wenn es im Mittelalterroman passiert oder im aktuellen Bestseller, dann ist es okay. Da gehört es dazu. Welcher Bestseller kommt heutzutage noch ohne brutalen Sex oder eine Vergewaltigungsszene aus? Aber da ist es gesellschaftlich akzeptiert, denn es ist ein Krimi oder Thriller, da darf der Autor das. In einem aktuellen Jugenbuch (derzeit hochgelobt) geschieht eine Vergewaltigung, und alle finden das Buch toll, die Heldin tut als sei nichts geschehen. Bei Ayla wird die junge Frau im ersten Band reihenweise vergewaltigt und gedemütigt. In den historischen Romanen ist Vergewaltigung regelmässig zu finden, meist dies der Auslöser für eine ehemals schwache Frau nun stark zu werden und sich gegen die Männer aufzulehnen und ihren eigenen Weg zu gehen. Da ist das okay? Und all die Thriller, ob nun von Reichs, Hoffmann, Hayder, Fadyen, wo man teils wirklich nicht zimperlich mit den Menschen umgeht und die Brutalitäten weit über Vergewaltigung hinausgehen und dafür brutalste Foltermethoden stattfinden, Leute gequält werden. Da ist es spannend, aufregend, da ist es Teil des Buches und ein Pageturner (wobei der Schreibstil meiner Ansicht nach in diesen Romanen oft weit mehr unter der Gürtellinie ist als in so manchem SM-Roman, mich ekeln Autoren wie McFadyen an, mir wird beim Lesen manchmal leicht übel, wenn ich mir die Szenen real vorstelle). Aber wenn in einem Buch, welches explizit als BDSM betitelt ist und in dem statt einer Vergewaltigung ein Metakonsens herrscht, wird dies kritisiert?

Wenn ich mich entscheiden müsste, was ich auf eine einsame Insel mitnehmen müsste. Oder wenn ich bis an mein Lebensende gezwungen wäre nur noch 10 Bücher zu wählen, die mich dann den Rest meines Lebens bereichern müssen. Ja, ich bin ehrlich, da wären keine Erotiktitel dabei. Da würde ich etwas anderes wählen, das nachhaltiger ist. Aber zum Glück bin ich nicht auf einer einsamen Insel, und zum Glück habe ich die freie Auswahl. Und desewgen freue ich mich, dass ich nicht nur hochtrabende Literaturklassiker lesen muss, sondern auch Leichtverdauliches wählen kann.

Ja, es gefällt mir. Und ich genieße es. Ich habe keine Lust, so zu tun, als müsste ich dauernd intellektuell sein. Manchmal bin ich gerne normal und amüsiere mich einfach! :-)

(falls sich einige angesprochen fühlen: neinnein, ich beziehe es auf keine spezielle Diskussion. Sondern es ist ein Thema, das ich im Freundes- und Bekanntenkreis in letzter Zeit mehrfach geführt habe, bezogen auf verschiedene Titel, besprochen mit verschiedenen Personen)

SaraSalamander 20.07.2011, 16.55 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL



 






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