SaschaSalamander
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Plötzlich Shakespeare

safier_shakespeare_150_1.jpgRosa ist unglücklich verliebt. In ihren Ex, der inzwischen schon längst eine andere hat. Doch sie kann ihn nicht vergessen, will ihn zurückerobern. Eines Tages besucht sie eine Vorstellung, in der ein Künstler auf der Bühne eine Rückführung durchführt. Sie sucht ihn in seinem Wagen auf, und er will ihr helfen, sie in ein früheres Leben zu versetzen und dort das Geheimnis der wahren Liebe zu finden. Sie schließt die Augen, und schwupps ist sie auf einmal im Körper des Dichters Shakespeare! Mitten in einem Duell! Wie soll sie da nur rauskommen? Natürlich gelingt ihr dies, und dann heißt es sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Eine Frau der Zukunft im Körper eines Mannes der Vergangenheit, dessen Geist im Hintergrund natürlich noch immer aktiv ist und mit Rosas Geist kommuniziert. Es führt zu vielen Verwicklungen und Verwirrungen, bevor Rosa nach und nach dem Geheimnis der wahren Liebe auf die Spur kommt und mit dieser Erkenntnis den Körper ihres früheren Selbst verlassen kann. Doch damit ist die Geschichte noch nicht vorbei, denn das Schicksal geht andere Wege ...

Nun ja, ein sehr netter Roman zwischendurch. David Safier ist ein witziger Autor, auch "Mieses Karma" war schon recht nett geschrieben, auch hier ging es um einen Menschen im fremden Körper. Viel kann ich zu dem Roman gar nicht sagen, denn literarisch zerlegen möchte ich nicht, dafür ist er auch nicht sonderlich geeignet. Er ist einfach ganz klassisch aufgebaut (Einführung der Charaktere, Zusammentreffen, Spannungssteigerung, Missverständnisse, Höhepunkt, Abklingen), und die Handlung ist mehr als vorhersehbar.

Über Tiefe, literarischen Wert oder dergleichen möchte ich gar nicht diskutieren. Es ist einfach nette, seichte Unterhaltung. Aber diese wirklich gut gemacht. Ideal für die Zeit vor dem Schlafengehen, für einen längeren Aufenthalt in der Badewanne. Einfach abschalten, lesen, lächeln und sich ein wenig mit der Hauptperson identifizieren (genauso wie viele weibliche Antiheldinnen a la Bridget Jones oder Titel von Hera Lind etc wird auch Rosa sehr viele Frauen ansprechen). Ein wenig Träumen, und natürlich auch Schmachten, wenn die wahre Liebe endlich ihr Gesicht zeigt.

Empfehlen? Ja, kann ich. Mit der Bitte, keine hohen Erwartungen an das Buch zu stellen, sondern es als einfache, lockere Unterhaltung zu sehen. Wer sich genau das wünscht, wird ab-so-lut zufrieden sein, denn David Safier hat einen sympathischen, warmen, humorvollen Schreibstil, der ihm zu recht viele Fans beschert :-)

SaschaSalamander 16.07.2010, 08.17

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