SaschaSalamander
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Ausgewählter Beitrag

Das Erbe des Zauberers

Bei den Büchern von Terry Pratchet entscheidet es sich bereits auf den ersten zwanzig Seiten, ob ich von einem Buch begeistert bin oder es gähnend beiseite lege. Oma Wetterwachs ist eine meiner Lieblingsfiguren, Bücher mit ihr haben mir bisher immer gefallen. So auch "das Erbe des Zauberers".

Der alte Zauberer Drum Billet fühlt sein Ende nahen. Entsprechend der Tradition sucht er einen achten Sohn auf, dessen achter Sohn nun seinen Zauberstab übernehmen und das Handwerk der Magie erlernen soll. Aber ... hoppla! Der achte Sohn des achten Sohnes entpuppt sich nach der Geburt als Mädchen! Es ist bereits zu spät, Drum Billet hat seinen letzten Atem ausgehaucht, der Zauberstab wurde bereits übergeben. Natürlich ist man in dem kleinen Dorf sehr auf die Tradition bedacht, und Frauen können höchstens Hexe werden. Warum nicht, auch Hexen genießen einen beachtlichen Ruf. Also geben die Eltern das Mädchen Eskarina mitsamt ihrem Stab bei Oma Wetterwachs in die Lehre, wo sie viel über "Pschikologi" (Psychologie, auf der die Magie der Hexen beruht) und Kräuterkunde lernt. Die thaumaturgische Energie in Eskarina ist jedoch zu stark, und so machen sich Oma Wetterwachs und ihre Schülerin auf, die Unsichtbare Universität der Zauberer aufzusuchen. Noch niemals zuvor wurde eine Frau zugelassen. Aber die beiden Frauen wissen, was sie wollen und bringen die verstaubte Altherrenriege ganz schön auf Trab ;-)

Köstlich, einfach köstlich! Und besonders spannend vor allem die Exkurse über die Magie der Scheibenwelt. Jeder Autor entwickelt ja eigene Vorstellungen rund um das Wirken und die Auswertung der Magie. Pratchett hat sich für seine vielen Romane der Scheibenwelt wirklich ausgiebige Gedanken gemacht, das ist sicher!

Auch die Charaktere sind mir dieses Mal absolut sympathisch. Ich kann mir Eskarina mit ihrer trotzigen, selbstbewussten Art sehr gut vorstellen, genauso den stotternden, aber hochintelligenten Simon und all die anderen Figuren dieses dritten Romanes des verrücktesten Fantasy-Zyklus, den ich kenne.

Es gibt zwar ersten, zweiten, dritten und und und in diesem Zyklus. Allerdings lassen sich die Romane unabhängig voneinander lesen und auch ohne Kenntnis der anderen verstehen. Jedes Buch hat eine eigene Handlung und keinen chronologischen Verlauf (das Gefüge von Zeit und Raum wird in so vielen Romanen der Scheibenwelt durcheinandergewürfelt, dass es eh keine Rolle spielt *lol*). Dieses Buch halte ich für Einsteiger ziemlich geeignet, weil es nicht gleich "in die Vollen" geht mit zu abgedrehten Ideen und Theorien erschlägt, aber trotzdem genügend Spaß und Abwechslung bietet.

Wegen des detaillierten Covers wieder ein großes Bild :-)


SaschaSalamander 07.10.2005, 15.47

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von Pat

:lol: Ja, das macht schon Sinn, erst "die Farben der Magie" zu lesen, weil dort auch erzählt wird, wie der Tourist Zweiblum und der Zauberer Ricewind sich finden und die ersten Abenteuer gemeinsam überstehen. Das Buch "Das Licht der Phantasie" setzt das erste Buch nahtlos fort. Leider ist das nicht unbedingt auf den Büchern ersichtlich, habe ich auch nur zufällig über eine Homepage erfahren. Ich hätte sonst auch zuerst mit dem anderen angefangen. :zwinker:

vom 10.10.2005, 14.50
1. von Pat

Ja, die Cover sind echt klasse. Es gibt da immer wieder Neues zu entdecken.
Allerdings muss ich dir in einem widersprechen: Das Buch "Die Farben der Magie" und das Buch "Das Licht der Phantasie" über den Tourist Zweiblum gehören zusammen und müssen (sollten) auch in dieser Reihenfolge gelesen werden.
Mit allem anderen gebe ich dir aber 1000 % Recht :wink:

vom 10.10.2005, 10.02
Antwort von SaschaSalamander:

Puh, das wusste ich nicht. Aber das erklärt, warum ich das Licht der Phantasie evtl so blöd fand *ggg* ... muss ich dann wohl mal andersrum versuchen und mir die Farben der Magie besorgen ...

Danke für den Hinweis ;-)


 






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