SaschaSalamander

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Constantine

Bea und Tina waren ja recht angetan von dem Film Constantine. Damit die Balance gewahrt wird, stelle ich mich einfach mal auf die andere Seite ... mich hat er nämlich tatsächlich eher gelangweilt ;-)))

Die Mächte des Himmels und der Hölle leben als "Halbblüter" zwischen den Menschen und dürfen nicht in das Schicksal der Welt eingreifen. Wer gegen diese Balance verstößt, wird von dem Exorzisten John Constantine gejagt.
Eine Frau, deren Zwillingsschwester angeblich Selbstmord begangen haben soll, bittet ihn um Hilfe. Sie glaubt nicht an den Freitot ihrer Schwester und will die wahren Hintergründe herausfinden.
Die Balance der Mächte gerät aus dem Gleichgewicht, Satans Sohn Manon will die Macht an sich reißen und benötigt himmlischen Beistand ... Constantine muss ihn aufhalten, sonst droht der Menschheit ein apokalyptisches Ende.

Netter Stoff, gibt viel her. Von den Effekten ganz zu schweigen. Punkt.
Oder, anders gesagt: Man hätte viel daraus machen können, aber leider wurde vor lauter Effekten übersehen, dass es auch Charaktertiefe, Handlungsaufbau und Inhalt geben sollte. Das habe ich hier leider alles vermisst. Der gesamte Film war für mich vorhersehbar, wir konnten die Handlung und sogar die Schockmomente exakt vorhersagen. Lediglich das unerwartete Aufklappen des Zippo-Feuerzeugs hat mich für einen kurzen Moment erschrocken zusammenzucken lassen. Die Charaktere sind relativ flach, die psychologischen Hintergründe, ihre Motive erscheinen zu mir klischeehaft. Die Darstellung Satans fand ich ziemlich daneben, ein Nebenstrang wurde so nebensächlich, dass man ihn eigentlich ohne Verlust hätte weglassen können.

DVD-CoverUnterhalten habe ich mich ganz nett, aber der Film hat in mir weder etwas bewegt noch hinterlassen. Halt ein simpler Film zwischendurch. Ich hätte den Abend auch spannender verbringen können ...

Aber, wie gesagt: Ansichtssache. Ich möchte den Film nicht schlechtmachen, sondern lediglich meine Meinung darstellen. Erstaunlicherweise habe ich im Netz mit wenigen Ausnahmen ausschließlich gute Kritiken darüber gelesen ... auch, wenn ich sie nicht ganz nachvollziehen kann ;-)

Ihr könnt ihn ja ansehen und mir dann sagen, wie ihr ihn fandet, das interessiert mich nämlich brennend!

SaschaSalamander 02.07.2005, 09.14

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von CeKaDo

Ich habe ihn vor ein paar Tagen gesehen und ich fand ihn platt.

Ich muß sagen, daß die Geschichte schon recht gut gestrickt war, aber leider völlig zerstört wurde, indem pauschal alle Horrortechniken eingesetzt wurden, die man so kennt. Die standardisierten Horrorfratzen, unter-der-Haut-Kriecher und Sachenrausreisser machen einfach nur Ekel und sind platt.

Die wenigen lässigen und humorvollen Szenen reissen da wenig raus. Mutig und leider völlig mißlungen ist die Gestalt des Engels Gabriel. Und völlig beknackt fand ich die Gestalt des Luzifers. So dämlich würde sich niemand freiwillig geben.

Der Film arbeitet mit platten Klischees, an denen hoffentlich die Karriere des Hauptdarstellers nicht leidet.

vom 02.07.2005, 09.52
Antwort von SaschaSalamander:

Jap, das trifft es exakt. Vor allem der Exorzismus am Anfang war so überladen mit Klischees, dass es echt zuviel war ... Gabriel hatte überhaupt nichts Himmlisches, Strahlendes an sich, wirkte eher wie eine Tunte ... und Luzifer ließ mich an die eine deutsche Verfilmung denken, ... und deutsche Verfilmungen ... nun ja *gähn* ...

Keanu Reeves hat eine Karriere?
Okay, sorry, der was fies ... naja, er zählt nicht zu meinen Favoriten, aber kann ja nicht jeder alle mögen ... wäre ja öde, wenn alle auf meine Lieblingsschauspieler stehen würden, dann hätt ich die ja gar nicht mehr für mich *grinz* ;-)))

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