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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Schräg
Ein König für Deutschland
Und wieder ist Andreas Eschbach ein Geniestreich gelungen. "Das Jesus-Video" dürfte fast jedem bekannt sein, es ist sein Meisterwerk, an dem er nun immer wieder gemessen wird. Und bei jedem Buch, das seitdem erscheint, darf er sich anhören, dass das aktuelle Buch niemals daran heranreiche. Das Los jeden Autors, der mal einen solchen Bestseller landete ;-)Nun, Eschbach hat auch viele andere Werke. Er ist variabel, und ich liebe seine Vielfalt. Er schreibt brandaktuelle Thriller, er begibt sich auf die Pfade der Religion, er erfindet futuristische Welten, er spinnt Dystopien einer nur sehr wenige von unserer Zeit entfernten Zukunft, er bastelt aus aktuellem Tagesgeschen in der Zeitung eine unvorhersehbare Fortsetzungsgeschichte. Er bot Schreibkurse an (zu gerne hätte ich daran teilgenommen), und er setzt sich für den schreibenden Nachwuchs ein. In meinen Augen ist Eschbach ein Genie. Diese Ansicht mögen wohl nicht alle Leser hier teilen, aber ich selbst kann immer nur wieder begeistert von ihm berichten! Seine Werke haben hier und da kleine Schwächen, aber das liegt daran, dass Fiktion und Realität sich niemals perfekt vereinen lassen und entweder die Fantasyfreunde es gerne etwas actionreicher und abgedrehter hätten, die Realisten auf etwas mehr Ernst und Fakten pochen. Für das Kunstwerk, beides dennoch immer wieder erneut auf faszinierende Weise miteinander zu vereinen, gebührt Eschbach wirklich Ehre!
Simon König ist Lehrer in Stuttgart. Ein eher ruhiger, zurückgezogener Mensch. Der damals einen großen Fehler beging, aus diesem ging ein unehelicher Sohn, Vincent, in Amerika hervor, und seine Frau verließ ihn. Eines Tages, sehr viele Jahre später, der Sohn ist inzwischen erwachsen, landet eine CD in seinem Briefkasten, mit der dringenden Aufforderung Vincents, diese verschwinden zu lassen und niemandem davon zu erzählen. Doch bevor Simon wirklich begreift, was vor sich geht und wie wichtig diese CD tatsächlich ist, wurde sie ihm bereits entwendet.
Die junge Frau Sirona tritt an Simon heran, welche zuvor von Vincent kontaktiert wurde. Und so erfährt der Leser langsam, worum es überhaupt in dieser Geschichte geht: Vincent hat ein Computerprogramm entwickelt, mit welchem Wahlcomputer manipuliert werden können. Dies solle bei der nächsten Landtagswahl in Hessen eingesetzt werden. Und so verrückt das für Simon alles klingt, die nächsten Wahlergebnisse sehen tatsächlich nach einem Betrug aus. Gemeinsam mit Sirona und deren Freunden schmiedet Simon einen Plan, die Manipulation der Rechner mittels einer von Vincent eingebauten Hintertür aufzudecken: sie gründen eine Partei namens VWM, die Volksbewegung zur Wiedereinführung der Monarchie.
Es beginnt als kleines Projekt, sie wollen nicht auf sich aufmerksam machen und unauffällig bleiben, um durch spätere hohe Wahlergebnisse zu beweisen, dass die Wahl gefälscht wurde. Doch die Situation entwickelt sich immer mehr zum Selbstläufer. Simon ist anfangs abgeneigt, gewöhnt sich jedoch immer mehr an seine Rolle als angehender König. Und Sironas Freunde, begeisterte Rollenspieler und LARPer, sehen in dieser Aktion ein Spiel, welches in dieser realistischen und spannenden Form noch niemals möglich war. Auch die Mitspieler beginnen, ihre Rollen sehr ernst zu nehmen, und die Presse hat ein gefundenes Fressen. Warum nur neidvoll auf fremde Königshäuser blicken, wenn man den König im eigenen Lande haben kann? Bald werden die Bundestagswahlen anstehen ... was ist inzwischen Spiel? Und wo beginnt die Realität? Und was geschieht, falls das Volk tatsächlich von einem Monarchen regiert werden will?
Die Handlung an sich klang für mich eher wenig interessant, muss ich gestehen. Doch Eschbach versteht es hervorragend, Fakt und Fiktion so zu vermischen, dass es richtig Spaß macht. Ich fühle mich nicht in der Lage zu beurteilen, wie gut oder schlecht die Fakten hiervon recherchiert sind, aber dies ist mir offen gesagt auch egal. Er ist ein Autor, den ich zur reinen Unterhaltung lese, und die ist mir jedes Mal gewiss. Selbstverständlich mag die Handlung Schwächen haben, doch all seinen Büchern ist eines gewiss: der Leser muss bereit sein, sich auf eine völlig schräge Denkweise einzulassen und die Realität zwar immer im Auge zu behalten, sie aber dennoch hinter sich zu lassen.
Es gibt auch Dinge, die eher beiseite gelassen wurden. Ich fragte mich oft, wie wohl die anderen Parteien auf diese plötzlich erschienene vermeintliche Spaßpartei reagieren würden? Was andere Zeitungen als die speziellen Frauenblättchen auf sein Erscheinen sagen würden? Was das Ausland dazu sagen würde? Andererseits denke ich, dass der Roman in dieser Form nicht möglich gewesen wäre, wenn all solche Feinheiten beschrieben worden wären, es wäre zusehr ausgeufert und hätt ein politischen Diskussionen geendet, welche das Buch dann eher zerstört als bereichert hätten.
Ich weiß definitiv nicht, in welches Genre ich dieses neue Werk einordnen soll. Wie üblich gelingt es Eschbach, sich über alle Grenzen hinweg eine völlig neue Schublade zu erschaffen. Es ist stellenweise dramatisch. Oft lustig. Manchmal schon nervenzerfetzend spannend. Eine Verschwörung taucht darin auf. Sci-Fi kann man es aufgrund der Aktualität nicht nennen, Dystopien liegen in zu weiter Ferne. Gibt es einen Begriff für eine Dystopie oder einen Sci-Fi, welches in der Gegenwart liegt? Aber selbst Phantastik trifft es nicht, denn es gibt weder Übernatürliches noch Futuristisches. Es ist lediglich eine Aneinanderreihung von Gedanken und Ideen, die in dieser Form vielleicht niemals geschehen werden, theoretisch - rein theoretisch - aber vielleicht sogar möglich wären, wer weiß?
Der Gedanke an eine Monarchie in Deutschland lässt sofort negative Assoziationen aufkommen, und man fragt sie, wie dieses Thema bitte positiv verkauft werden soll. Und es gelingt Eschbach tatsächlich, den Leser für seinen König zu gewinnen. Ich bin sicher, auch andere Leser haben sich am Ende gewünscht, dass es vielleicht doch wahrwerden möge, und dass Herr König vielleicht tatsächlich DIE Änderungen bewirken könnte, die in all den letzten Jahren versäumt wurden. Es mag sein, dass es nur Gedankenfetzen sind, Stammtischphrasen, aber so geschickt verpackt, dass es wirklich Spaß macht, ihnen zu folgen. Man wird ja noch träumen dürfen von einer Bildungsreform, einem fairen Steuersystem und anderen Vorzügen, die Herr König seinem Volk verspricht ;-)
Das Buch an sich auf jeden Fall kann ich nur sehr empfehlen: jedem Leser, der bereit ist, sich von Eschbach für eine Weile entführen zu lassen in eine Welt gleich der unseren, in welcher es jedoch einem Lehrer und einer Gruppe rollenspielender Twens auf einmal möglich ist, Dinge zu bewegen, die jeder von uns schon einmal bewegen wollte. "Das alles, und noch viel mehr, würd ich machen, wenn ich König von Deutschland wär". Was würden wir an Simons Stelle tun? Um diese Frage zu beantworten, sollte jeder dieses Buch einmal in die Hand nehmen ;-)
Erowyinn 11.12.2009, 10.41 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Kontroll
Na sowas, ich dachte, den Film hätte ich längst rezensiert. Aber ich kann hier nichts finden. Nun gut, dann kann ich meine Gedanken dazu heute notieren, denn im Grunde sah ich ihn wie zum ersten Mal. Das erste Mal sah ich ihn direkt nach Erscheinen, und das ist um die fünf Jahre her. Da der Film weniger eine stringente Handlung denn vielmehr einzelne Szenen hat, ist er auch schwer zu beschreiben und noch schwerer im Gedächtnis zu behalten über so viele Jahre, ich habe ihn also fast jungfräulich ansehen dürfen, nur noch in dem Hintergedanken, dass ich schon damals absolut begeistert gewesen war.Wie gesagt, eine Handlung ist nicht zu beschreiben. Im Grunde sind es einzelne Szenen rund um das Team des Kontrolleurs Bulcsu, der mit seinen vier Kollegen durch die Budapester U-Bahn (gedreht in Budapest, die Handlung jedoch ist nicht ortsgebunden) patroulliert. Zum einen gibt es die Begegnungen mit verschiedenen oder auch sich als Running Gag wiederholenden Fahrgästen ohne Fahrschein. Ein Zuhälter, der seine Nutten statt der Strafgebühr anbietet, ein Junkies mit seiner Drogenspritze, ein Schwuler, eine toughe Tussi, eine wildgewordene Prostituierte, ein Jugendlicher mit bissigem Hund, japanische Touristen, ein gehörloses Pärchen, der Nervenzusammenbruch eines Kollegen, ein stotternder Mann und viele andere Widrigkeiten lassen sie ihren Job nur schwer ausführen. Es mangelt den Fahrgästen einfach an Respekt und Verständnis für diesen tristen und doch verantwortungsvollen Job. Besonders Bootsie macht ihnen das Leben schwer, indem er ihnen Schaum ins Gesicht sprüht und immer wieder vor ihnen flieht, er ist nicht zu fassen.
Dann wären da noch die gehäuften Selbst(?)morde, die seit einigen Wochen in der U-Bahn geschehen. Außerdem trifft Bulcsu die junge Sofia, welche immer wieder ohne Farschein anzutreffen ist, ihr Markenzeichen das plüschige Bärchenkostüm. Und Bulscu scheint sich zu verlieben.
Ich weiß nicht recht, wie ich den Film beschreiben soll außer "super Bilder, geniale Kamera, klasse Inszenierung". Hm *grübel*. Er ist sehr symbolträchtig, die Geschichte im Hintergrund wird sehr viel über Bilder erzählt, welche sich schwer einordnen lassen. Sind es Träume? Surreale Momente? Könnte es wirklich so passiert sein? Ist es das Unterbewusstsein des Helden, welches ihm und den Zuschauern einen Streich spielt?
Die Farben sind eher trist, der Film besteht aus reinem Schmuddel-Look. Im Grunde sind alle dort im Untergrund Loser, die im Leben versagt haben. Alkoholiker, ein Narkoleptiker, ein alter kranker Mann, ein völliger Newbie. Und der Protagonist, welcher aus seinem zuvor erfolgreichen Leben als führender Architekt ausgestiegen ist, als er dem Erfolgsdruck nicht mehr standhielt. Nun lebt Bulcsu also in der U-Bahn, hat das Tageslicht nicht mehr gesehen, dort unten lebt, schläft, isst er, er findet den Ausgang nicht mehr, will ihn nicht mehr finden. Seine Freunde sind die Kollegen und der alte Fahrer "Onkel Bela", und nach der Arbeit macht er Schienenrennen, sitzt auf den großen Belüftungsventilatoren, schläft in den Gängen, streunt durch die Hallen.
Es würde mir großen Spaß machen, den Film nun zu zerlegen, etwa die Eule, die von Szene zu Szene schlimmer werdenden Wunden, die verschiedenen Kostüme, die Tunnelsysteme und Rolltreppen, die einzelnen Farben, die Kameraführung. Alles zusammen ergibt eine große, wunderbare Gesamtkomposition und ein nicht überraschendes Ende. Zwar ist alles möglich, und man darf in diesem Film nicht in geraden Bahnen denken, aber dennoch ist die Wende und das Ende nicht erstaunlich, im Gegenteil eigentlich schon von Anfang an klar gewesen.
Das Genre kann ich nicht definieren. Es hat ein bisschen was von allem. Schrill wie Comedy, lustig wie eine Komödie, selig wie eine Romanze, packend wie ein Drama, auch Thriller ist dabei, Underground, Mindfuck, Mystery, eigentlich so ziemlich alles. Ich sortiere so etwas bei mir unter "schräg", und ich kann jedem nur empfehlen, sich den Film anzusehen. Leider kenne ich kaum jemanden, der diesen Film gesehen hat, kenne also keine anderen persönlichen Meinungen. Aber ich vermute, es ist einer der Filme, die man entweder hasst oder lieb. Und ich liebe ihn ...
Erowyinn 21.11.2009, 22.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Das Buch ohne Namen
Zu Beginn der ersten CD war ich sehr angetan von dem Buch. Ich wusste noch nicht, worum es gehen würde, und ich war sehr gespannt. Doch gegen Ende der ersten, Anfang der zweiten CD, begann sich alles für mich zu ziehen. Ich habe lange überlegt, ob ich jetzt noch eine Rezension schreiben oder das Buch einfach für mich abhaken soll, aber ich tippe nun doch ein paar Zeilen … Die Handlung zu beschreiben fällt mir nicht allzu leicht. Wo fange ich an? Es gibt sehr im Grunde nämlich sehr viele Handlungsstränge, die bald zueinander führen. Da gibt es zum Beispiel die beiden Mönche, die von ihrem Obersten hinausgeschicht werden in die Welt, um nach dem blauen Mondstein zu suchen. Außerdem lernt man ein Gangsterpärchen kennen, das im Hotel gerne die Gäste ausnimmt. Man begegnet einem Barmann, lernt eine Wahrsagerin kennen, trifft auf einen Sonderinspektor für ungewöhnliche Fälle und seinen mürrischen Partner vor Ort, einen mysteriösen Revolvermann, eine fünf Jahre lang im Koma liegende unbekannte Schönheit und einige andere Personen. Und all dies führt den Leser dann zu dem Stein, der nicht nur materiellen Wert besitzt. Außerdem erfährt man von der Mondfinsternis, welche bald über die Stadt einbrechen wird, und so langsam wird es klar, was es mit dem Stein auf sich hat, und wer aus welchem Grund hinter ihm her ist. Ach ja, und man erfährt, warum das geheimnisvolle „Buch ohne Namen“ des anonymen Autoren so wichtig ist und weshalb nur Menschen reinen Herzens dieses lesen dürfen.
So schwer mir nun eine Beschreibung des Inhaltes fiel, so lässt sich auch mein Problem mit dem Buch beschreiben: mir fehlte irgendwie die Handlung. Ich habe im Grunde nichts gegen innovative Bücher. Und gerne lese ich auch Bücher, die keinen strikten, schnurgeraden Verlauf haben. Aber irgendwie war mir diese Story ein wenig zu chaotisch. Ich hatte den Eindruck, der Autor wollte möglichst kuriose Charaktere an einen noch skurilleren Ort packen und diese dort gemeinsam in einem actionreichen, brutalen Showdown aufeinandertreffen lassen, den man am besten von Tarantino verfilmen lassen könnte. Es war stellenweise sehr verwirrend, die parallelen Handlungsstränge, die Rückblicke und die fortlaufenden Erzählungen zu verfolgen, und einige Male habe ich offen gestanden den Faden verloren. Was ich nicht zwangsläufig dem Buch anlasten möchte, es lag vielleicht auch an mir. Ich habe mir schon oft vorgenommen, eine Dramatis Personae für jedes Buch während des Lesens / Hörens für mich zu erstellen, und hier wäre es wohl wieder einmal besonders wichtig gewesen …
Aber nicht nur Negatives, es gab auch Dinge, die mir dennoch sehr gefielen. Zum einen der Sprecher, der wirklich hervorragende Arbeit geleistet hat: Stefan Kaminski. Ein Ein-Mann-Hörspiel, im Grunde fast schon eine inszenierte / szenische Lesung (das hätte man ihm eigentlich gönnen müssen, finde ich, dann wäre es perfekt gewesen). Und zum anderen das Genre. Es ist nämlich nicht wirklich einzuordnen. So etwas gefällt mir (auch das Konzept des Buches mit den vielen Handlungssträngen, wenngleich es mir in diesem Fall nicht zugesagt hatte), ich mag es gerne nonkonform und ungewöhnlich. Ich habe schon so viele Bücher gelesen, dass ich mich immer über innovative Ideen und ausgefallene Dinge freue. In diesem Fall einen quietschbunten Mix aus Western, Fantasy, Horror, Splatter, Mistery, Thriller, Drama und womöglich noch mehr, ich möchte es gar nicht so genau analysieren, möchte es nicht zu Tode zerpflücken ;-)
Ich möchte dieses Werk weder empfehlen noch davon abraten. Sondern ich finde, es ist ein sehr ungewöhnliches Buch, auf das man sich einlassen muss. Einfach mal anlesen, reinschnuppern und dann selbst eine Entscheidung treffen ;-)
Erowyinn 16.11.2009, 10.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Alles streng geheim und tödlich
Ich habe keinen Plan, worum es geht. Ich habe keinerlei Erwartungen. Ich weiß absolut nichts. Nicht einmal den Titel oder den Autor. Denn der Autor nennt sich "Anonymous", und auf dem Buch steht "das Hörbuch ohne Namen". Und eigentlich würde ich ja gar nicht erzählen, was ich hier höre, denn es ist streeeeeeng geheim! Aber ich kann es mal wieder nicht lassen ;-)Das erste Mal sah ich es bei Tauschticket und dachte, da hätte einer eine Reservierung abgegeben oder ein Buch für einen Rücktausch benennen wollen, aber dann fand ich, dass es ein Buch diesen Titels tatsächlich gibt. Logisch, dass ich da neugierig bin!
Vorerst weiß ich nur, dass ein paar herrlich schräge Charaktere vorkommen. Ein moderner Westernmix, der mich an den Revolverhelden Roland denken lässt, nur eben abgedrehter. Und es ist klar, dass es witzig ist, ein wenig überdreht, und ich traue dem Buch alles zu. Es geht bisher um einen Stein, der mehr als nur materiellen Wert zu bieten hat, und um die Jagd nach diesem. Ich bin unglaublich gespannt, was das alles noch werden soll ... irgendwo las ich den Werbetitel "wer dieses Buch liest, wird sterben ... und nur wer es liest, weiß warum" oder so ähnlich. Na, dann lasse ich mich überraschen ;-)
Eines jedoch ist bisher sicher: der Sprecher Stefan Kaminski ist wirklich hervorragend! Aber mehr später in der Rezension. Selbst, wenn das Buch mich später enttäuschen sollte (was ich nicht vermute), alleine Kaminskis Vortrag wäre es dann wert gewesen!
Erowyinn 30.09.2009, 18.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Hansel und Gretel
Die Märchen der Gebrüder Grimm sind weit über den deutschen Kulturschatz hinaus bekannt und beliebt. Immer wieder sind sie Grundlage für Varianten an Märchen, Fantasy, Horror. Mal leicht abgewandelt, mal dicht an der Vorlage. Mal kindgerecht, ein andermal bluig oder sexuell für Erwachsene. Neben Rotkäpchen zählt Hänsel und Gretel zu den Märchen, die am häufigsten hierfür verwendet werden. Ich kann gar nicht zählen, wie viele ausländische Filme und vor allem Mangas ich bereits über Variationen der Gebrüder Grimm gelesen habe!Eine besonders gelunge Version, die ich heute vorstellen möchte, ist "Hänsel und Gretel". Das Grundmotiv bleibt erhalten: Kinder im Wald, ein böser Mensch, die Kinder begehen Rache.
Eun-Soo fährt gerade zu seiner kranken Mutter, als er im Wald einen Unfall hat. Hilflos irrt er durch das Gehölz, als ihm ein hübsches Mädchen begegnet und ihn zu ihrem nahegelegenen Elternhaus führen will, wo sie mit Vater, Muter und zwei Geschwistern lebt. Alles dort erscheint ihm seltsam, aber er hat keine Wahl, als die Nacht dort zu verbringen. Am nächsten Tag bricht er mit einer Wegbeschreibung auf und will zurück zu seinem Auto, doch er landet am Abend wieder in dem seltsamen Haus. Noch hält er das für einen Zufall. Doch als ihm dieses mehrere Male immer wieder passiert, ahnt er, dass etwas nicht stimmt. Und plötzlich verschwinden die Eltern der drei Kinder und bitten ihn auf einem Notizzettel, für diese Sorge zu tragen. Immer seltsamer wird das Verhalten der Geschwister, immer bedrohlicher die gesamte Situation. Ein weiteres Ehepaar baut einen Unfall und wird von dem Bruder nun ebenfalls in das Haus geführt, kann nicht mehr entkommen. Die beiden Erwachsenen scheinen Böses zu planen, und Eun-Soo schwankt in seinem Verantwortungsgefühl für die Kinder und seiner Sorge um die eigene Familie zu Hause, für welche er seit Tagen verschollen gilt. Die Lage spitzt sich zu, und wenn er den Wald verlassen will, muss er zuvor das schreckliche Geheimnis der Kinder lüften ...
Erst recht spät gegen Ende des Filmes werden die Bezüge zum ursprünglichen Märchen "Hänsel und Gretel" sichtbar, und je deutlicher sie werden, desto faszinierter war ich von der Geschichte, welche die Koreaner hier gewoben haben! Der Film behandelt quasi die Frage was mit Hänsel und Gretel geschehen wäre, wenn sie nicht am Ende ihre bösen Eltern aufgesucht, sondern sich an allen grausamen Erwachsenen gerächt hätten.
Es ist kein "reinrassiger" Horrorfilm, aber dennoch ist er sehr unheimlich. Ohne Schockeffekte, ohne literweise Blut, ohne gruslige Effekte kommt der Film aus, und doch brennen sich die Bilder in ihrer Intensität ins Gedächtnis. Surreale Schauplätze bilden die Kulisse, schaurige Orte werden verzerrt und spielen mit den Urängsten der Menschen. Der Dachboden ist ein Labyrinth ohne Ausgang, der Wald steckt voller düsterer Geheimnisse, und die aufgesetzte Niedlichkeit des Hauses wirkt umso bedrohlicher, je bunter und zuckriger die Bilder werden. Kleine Holzpüppchen beginnen wie im Märchen zu fliegen und mit den Kindern zu spielen, ein Weihnachtsmann lässt Wünsche wahr werden.
Ein zauberhaftes Märchen, ein ernster Hintergrund. Die Handlung ist am Ende nicht leicht zu verkraften, und wie bei Asiafilmen üblich erfährt der Zuschauer, dass Gut und Böse nicht zwangsläufig Gegensätze sein müssen ...
Ich kann diesem Film nur jedem empfehlen, der offen ist für neue Eindrücke. Nichts für nebenbei, sondern tiefgründige Unterhaltung, bei der man sich in Ruhe auf das Geschehen am Bildschirm konzentrieren sollte. Ein Film, auf den man sich einlassen muss ...
Erowyinn 28.09.2009, 09.43 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Brügge sehen ... und sterben
"Brügge sehen ... und sterben?" ist ein Titel, den ich mir wohl nie angesehen hätte, wenn er mir nicht empfohlen worden wäre. Titel, Cover, nichts davon zieht seine Aufmerksamkeit auf mich. Gut, dass ich ihn mir trotzdem angesehen habe.Ken und Ray sind Auftragskiller. Nachdem Ray seinen letzten Job vermasselt hat, wurden die beiden nach Belgien beordert. Da sitzen sie nun in Brügge, einer aus Kens Sicht wundervollen mittelalterlichen Stadt voller Faszination und Flair, einem aus Rays Sicht sterbenslangweiligen Kaff. Doch bald trifft Ray auf die hübsche Chloe und verliebt sich in sie, und so langsam beginnt auch ihm dieser Trip im Land "der Kinderschänder und der Schokolade" (Zitat Film) zu gefallen. Und als es gerade so richtig schön wird, beginnen die Probleme. Und ab hier möchte ich auf eine weitere Beschreibung verzichten, ...
es ist schwer, das Interesse für diesen Film zu wecken, wenn man nicht zuviel darüber verraten möchte. Aber so oder so - man sieht die ersten zehn Minuten, und man mag diesen Film oder nicht. Langweilige Bilder, platte Sprüche, null Handlung - das meinen die einen. Traumhafte Kulisse, subtiler schwarzer Humor und einen klasse Storyaufbau - das sagen die anderen. Es ist ein eher stiller Film, den man nicht einfach nebenbei konsumieren sollte, ein Film der Gegensäze, auf den man sich einlassen muss. Die Charaktere sind sehr eigenwillig. Immerhin sind die Protagonisten sympathische Berufskiller, eine niedliche Drogendealerin, ein zwergwüchsiger übellauniger Schauspieler und ein cholerischer Boss.
Was mich persönlich besonders begeisterte waren die Doppelmoral und die witzige Auffassung von Ethik in diesem Film. Aber so ist die Realität eben, es gibt kein Gut und Böse, kein Schwarz auf Weiß. Und das kann dieser Film wirklich gut vermitteln.
Und diesmal ist die Rezension verdammt kurz. Ich sitze hier und überlege, was ich schreiben könnte, um Euch "Brügge sehen ... und sterben" ans Herz zu legen, aber es ist einer der Filme, die zu beschreiben wirklich schwer sind. Ich kann einfach nur empfehlen, ihn anzusehen und selbst zu entscheiden. Ihr werdet ihn langweilig finden und sofort wieder beenden ... oder ihr werdet von der ersten Minute an begeistert sein und mitlachen, mitweinen, mitfiebern ...
Erowyinn 25.05.2009, 10.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Stranger than Fiction
Harold Quick ist ein sehr akkurater Mensch, der alles im Leben genau plant. Er zählt die Striche über die Zähne beim morgendlichen Ritual, die Schritte bis zur Bushaltestelle, hat die Mittagspause sekundengenau geplant, und so weiter. Die Geschichte beginnt mit einer Stimme aus dem Off, welche seinen Tagesablauf als allwissender Erzähler schildert, und nur Harold kann diese Stimme hören, während er sich gerade die Zähne putzt. Er ist irritiert, nimmt die Stimme dann aber hin. Bis er plötzlich hört, dass er sterben muss. Also sucht er Hilfe bei einem Psychologen, der kann ihm nicht helfen, und so wendet er sich an einen berühmten Schriftsteller. Dieser versucht nun, mit ihm anhand einzelner Kriterien seines Lebens und seiner täglichen Ereignisse den Schriftsteller von Harolds Lebensgeschichte zu finden (schließlich hat jeder Autor seinen persönlichen Stil) und ihn zu überreden, das Ende des Buches abzuändern. Der Tag, an dem Harold sterben soll, rückt immer näher ... Gleichzeitig sieht man die ausgebrannte Schriftstellerin Karen. Ihr will einfach kein passendes Ende einfallen. Harolds Tod soll etwas Besonderes sein, ein Meilenstein, etwas Poetisches. Da klingelt eine junge Frau vom Verlag an ihrer Tür. Sie soll ihr helfen, den geplanten Termin einzuhalten und das Buch zu beenden. Ihre Aufgabe ist es, der Schriftstellerin Sekretärin, Helferin, Muse zu sein. Und endlich findet Karen das perfekte Ende für ihr Buch ...
Ein Film, der mir richtig gut getan hat, und den ich sicher nicht nur einmal sehen werde. Schon nach kurzer Zeit war ich begeistert. Die Art, auf welche Harolds exakter Tagesablauf graphisch dargestellt wurde, indem Zeitlinien, Zahlen, Icons in das Bild geblendet wurden, war wirklich einfallsreich. Der Humor kam niemals mit dem Vorschlaghammer, sondern immer mit einem Lächeln. Die Handlung war absolut vorhersehbar, aber das gehört dazu. Der Autor sollte ja herausfinden, welcher Art Harolds Leben ist, und da gelten natürlich bestimmte Regeln für Tragödie, Komödie und anderes. Köstlich, wie diese Genres vermixt wurden, wie einzelne Stilelemente überzogen wurden. Und wenn der Protagonist nicht zur Handlung kommt ... dann kommt eben die Handlung zum Protagonisten. Wenn er aus Angst das Haus nicht verlässt, dann wird es eben eingerissen *hihi*. So plump dies klingen mag, war auch diese Szene voll stillem Humor, wirkte eher durch Blicke und die Absurdität der Situation denn durch ein Krachen und Rummsen und ein einstürzendes Haus.
Die Schauspieler sind einfach wundervoll. Harold verklemmt, zurückgezogen, unsicher, kaum eine Mimik, hilflos und irgendwie nicht von dieser Welt. Die Schriftstellerin und ihre neue Sekretärin ein prima Gegensatz, und auch der Schriftsteller ist großartig, wie er Harold nicht einfach als Verrückten abstempelt, sondern das Problem eben ganz sachlich angeht. Der Arbeitskollege, bei dem Harold bald Unterkunft beziehen darf. Emma Thompson, Queen Latifah, Will Ferell, Dustin Hoffman, einer so grandios wie der andere.
Die Story ist schon wirklich verrückt. Mancher hätte vielleicht eine billige Klamotte daraus gemacht, aber so wurde es ein sensibler, humorvoller, stiller Film mit viel Humor und Unterhaltungswert. Auch eine Liebesgeschichte muss es natürlich geben (worauf der Schriftsteller Harold erst aufmerksam macht, da dieser es sonst womöglich gar nicht bemerkt hätte). Das Ende ist mir persönlich ein wenig schmalzig (a la "und danken wir Gott dafür, dass es Zitronenbaisercookies gibt"), ich hätte nichts gegen eine Tragikomödie mit etwas dunklerem Ausgang gehabt. Aber dies ist eben kein Drama, keine Tragödie, sondern eine Komödie, das war dem Zuschauer ja von Anfang an klar ...
Ach, schöööööön. Ich kann diesen Film wirklich nur jedem ans Herz legen. Ist mal was Angenehmes für Zwischendurch. Es müssen nicht immer die großen und bedeutsamen Werke sein. Manchmal genügt es - das musste auch Karen in diesem Film lernen - wenn es "ganz gut, nicht sehr gut, nicht unbedingt überwältigend, aber ... ganz gut" ist. Allein die Idee des Filmes, seine Umsetzung, der wohltuend sanfte Humor, die Freude der Schauspieler sind es wert, sich die Zeit für "Stranger than Fiction" zu nehmen ...
Erowyinn 08.07.2008, 10.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Diner des Grauens
Eigentlich klingt es klasse: ein Werwolf und ein Vampir touren gemeinsam in einem klapprigen Wagen durch Amerika. Mitten in der Pampa ein verlassenes Motel, ein Diner. Während sie gerade genüsslich Kaffee und Kuchen zu sich nehmen, überfallen Zombies die Bude, und die beiden helfen tatkräftig mit bei deren Beseitigung. Und die dicke Dame des Motels engagiert sie für ein paar Aufgaben. Dann gibt es da ein Mädel, das wohl diese Zombies beschwört und seinen Freund in einem blutigen Ritual opfern will. Und einen Friedhof, auf dem nun der Geist der zuletzt verbuddelten Leiche (eine hübsche junge Frau) über die Toten wacht. Hm, soweit in etwa habe ich gelesen. Also wenige Seiten nur. Eigentlich ist das ja ein supermegagenialer Stoff, dem ich absolut nicht wiederstehen kann. Direkt nach Erscheinen kaufte ich das Buch und las ein paar wenige Seiten. Legte es dann wieder weg. Begann wieder von Neuem. Legte es wieder weg. Diesmal schaffte ich ein paar Seiten weiter, aber trotzdem will es mir nicht gelingen, weiterzulesen. Die Handlung klingt so toll, genau mein Ding. Aber der Schreibstil animiert mich absolut nicht.
Verglichen mit Douglas Adams und Terry Pratchett wird der Autor. Was Pratchett fürs High-Fantasy und Adams für die Science-Fiction, soll Martinez für die Dark-Fantasy sein. Nö, finde ich nicht. Die Ideen, die Martinez hat, sind toll. Aber was ihn von den beiden unterscheidet: Wort- und Sprachspiele sowie ein gewisser hintergründiger Humor. Der fehlt Martinez nämlich leider komplett. Und genau das ist der Grund, warum ich die beiden anderen Autoren mag. Fantasy, Scifi, das gibt es zuhauf. Und dieses kleine Lämpchen mit den zwei strahlenden Sonnen zu vergleichen ... neeeeeee, keine Ahnung, wer auf diese seltsame Idee kam! Fast alle Rezensenten, die ich im Web fand, waren begeistert. Na, wenn sie meinen *shrug*
Vielleicht wird das Buch ja noch besser oder anders. Aber es gibt zuviele von Anfang an großartigen Bücher, als dass ich mich durch den Anfang eines langweiligen Schinkens quälen muss. Wer von meinen Bloglesern diesen Roman schon las und Gefallen daran fand, darf hier gerne eine Gegenmeinung kommentieren, will ja eigentlich zum Lesen animieren, nicht davon abschrecken, und vielleicht versuche ich es ja doch noch einmal ;-)
Erowyinn 12.05.2008, 11.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Dr T and the Women
Ich geh jetzt nicht großartig im Web auf Suche, ob auch jemand etwas Positives über diesen Film geschrieben hat. Bei Amazon jedenfalls wird er heruntergemacht, verrissen und beschimpft. Funkel fand ihn langweilig. Aber ich habe mich eigentlich ganz gut amüsiert. Zwischendurch wäre ich vor lauter Weibern zwar fast wahnsinnig geworden, aber ansonsten hatte ich jetzt knapp zwei Stunden lang meinen Spaß.Handlung? Inhaltsangabe? Nö, und spoilern kann ich bis auf die letzten fünf Minuten eigentlich auch nichts. Es sind einfach Szenen aus dem Leben des Dr. Sullivan Travis, Gynäkologe, Frauenversteher. Heißbegehrt und stets umworben von Patientinnen. Eine lesbische Tochter, die einen Mann heiraten will. Eine Schwägerin die sich mit ihren drei Töchtern bei ihm einquartiert. Angebaggert von den Angestellten. Die einzigen drei weiteren Männer dieses Filmes sind seine Freunde, mit denen er nach Feierabend Golfen, Tontaubenschießen, Jagen geht. Und auch die reden nur über Frauen. Seine Frau wird psychisch krank aufgrund der ihr zuviel entgegengebrachten Liebe. Tochter und Mitarbeiter und überhaupt essen sie ihm sogar ungefragt seine Pizza weg. Und alles gerät irgendwie aus den Fugen.
Die Aussage? Das Fazit? Die Quintessenz? Eigentlich gar nichts. Ich weiß nicht, was dieser Film sagen wollte. Vielleicht gibt es etwas zu verstehen. Viele sagen nein. Ich sage, der Macher Robert Altmann wollte sehr wohl etwas damit aussagen. Aber ich muss den Film ja nicht zerlegen, um ihn zu mögen. Und psychologisieren über frauenverstehende Männer, das muss jetzt nicht sein ;-)
Warum ich ihn mag, obwohl die meisten ihn so schrecklich finden? Ich weiß es nicht. Er ist skurril. Überall wird geschnattert, gegackert, getratscht. Die Frauen sind ausstaffiert mit überdimensionierten Hüten, überteuerten Kleidern, unerschöpflichen Kreditkarten, Pelz und Leder und was noch so alles dazugehört, um dem Klischee der oberen Zehntausend zu entsprechen. Alle erheben sie gleichzeitig Anspruch auf ihn und werden regelrecht zu Furien, wenn er ihnen eine andere vorzieht. Er versucht es allen Recht zu machen und geht dabei fast selbst vor die Hunde. Ein Glück, dass er bei der Profigolferin Bree Ruhe und Erholung findet, einer Frau so ganz anders als die anderen. Tja, und gerade sie hat eigentlich kein Interesse an ihm. Das Wetter, anfangs noch wundervoll, wird immer windiger, es beginnt zu regnen und steigert sich in einem tragischen Orkan. Und dann - he´s not in Kansas any more ;-)
Außer ihm und seinen Freunden gibt es keinen einzigen Mann in diesem Film, der auch nur einen einzigen Satz für seine Rolle lernen musste. Der arme Dr. T ist wirklich zu bemitleiden zwischen all dem Weibergehacke. Gibt es eigentlich irgendeine Szene außer mit Bree, in der nicht mehrere Frauen gleichzeitig auf ihn einreden? *grübel* Auch der Zuschauer wird überschüttet mit Monologen der Hühnerschar und deren übertriebener Kleidung.
Ich kann diesem Film nicht wirklich etwas entnehmen. Er hat mich weder bewegt noch mir irgendetwas gegeben. Aber irgendwie fand ich ihn genial gemacht. Und niemand hätte diese Rolle besser spielen können als Richard Gere :-)
Erowyinn 07.05.2008, 11.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Goldie Hawn meets Richard Chamberlain
Nachdem es hier und da heißt, Hiaasen würde Werke schreiben, die "zum Brüllen komisch" seien, und die Bücher wären ein "Feuerwerk" guter Witze und so weiter, wollte ich mal etwas von ihm lesen bzw hören. Hatte einfach mal Lust auf etwas ganz anderes, das ich sonst nicht zu mir nehme. Jetzt weiß ich auch wieder, weshalb. Irgendwie geht das Buch völlig an mir vorbei. Eine von vier CDs habe ich bereits gehört. Ist ganz nett. Junge, reiche Frau wird am zweiten Hochzeitstag vom Gatten über Bord geworfen, wird gerettet und sinnt nun auf Rache. Der "Overboard" - Goldfisch meets den Grafen von Monte Christo. Erwartet hatte ich etwas mit spitzfindigen Pointen und einer Menge Gesellschaftskritik wie Tom Sharpe, aber was ich gerade höre, ist eher lauwarm. Zumindest für meinen Geschmack. Hier und da ein kleines Schmunzeln, aber ich bin wohl einfach nicht empfänglich für diese Art von Humor. Ich werde das Hörbuch zu Ende hören, es ist schon ganz nett. Mehr aber bisher auch nicht.
Falls jemand von Euch andere oder sogar mehrere Werke von Hiaasen kennt: gibt es ein bessere Buch von ihm, das Ihr empfehlen könnt? Oder liegt es einfach an mir und daran, dass dieses Buch zu wenig mit meinen sonst favorisierten Stilrichtungen gemein hat?
Erowyinn 06.05.2008, 16.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL








